Ferienspaß in St. Valentin einmal anders. Im Taka-Tuka-Land werden die Kinder heuer in drei Gruppen zu maximal 20 Personen eingeteilt. Ein Mindestabstand ist nur zu den anderen Gruppen einzuhalten.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 08. Juli 2020 (04:20)
Der Taka-Tuka-Land-Alltag im Jahr 2020 sieht anders aus als in den Jahren davor. Die Kinder sind fix in drei Gruppen (erkennbar durch gelbe, rote und blaue Schärpen) zu je maximal 20 Personen eingeteilt. Innerhalb der Gruppe muss kein Abstand gehalten werden, zu den Kindern und Betreuern der anderen Gruppen jedoch schon. Wie gut das funktioniert, davon überzeugte sich am Montag auch Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (rechts).
Vogl

Ferienzeit heißt in St. Valentin seit 25 Jahren Taka-Tuka-Land-Zeit. Dass das Ferienprogramm, das Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren für neun Wochen kostenlos eine sinnvolle Freizeitgestaltung mit einem bunten, abwechslungsreichen Programm bietet, heuer nicht stattfindet, damit hatte man sich Ende März schon so gut wie abgefunden.

Mitte Juni wendete sich aber das Blatt. „Am 18. Juni ist die Verordnung gekommen, mit der klar geregelt wurde, dass 20 Kinder eine Gruppe bilden und diese innerhalb der Gruppe keinen Abstand einzuhalten brauchen. Da haben wir gewusst, dass wir so arbeiten können“, erinnert sich Arnold Mottas, der seitens der Stadtgemeinde für die Organisation des Taka-Tuka-Landes verantwortlich zeichnet.

Da in den letzten Jahren im Schnitt immer zwischen 45 und 50 Kinder das Angebot in Herzo grad nutzten, entschied man sich dazu, drei Gruppen zu bilden. „Die Kinder werden in eine der Gruppen eingeteilt und sollen möglichst die gesamte Zeit in der gleichen Gruppe verbringen und nicht wechseln“, beschreibt Mottas das Konzept. Das Taka-Tuka-Land wurde dafür eigens in drei Sektoren eingeteilt, wobei jeder Gruppe ein farblich erkennbarer Sektor zugeordnet ist.

Für jede Gruppe gibt es einen eigenen Sektor

Gelbe Sessel, gelbe Tischdecken und gelbe Vorhänge weisen eindeutig darauf hin, dass der erste Raum nach dem Eingangsbereich das Revier der gelben Gruppe ist. Sämtliche Kinder, die dieser Gruppe angehören, tragen eine gelbe Schärpe. Die Kinder der blauen und der roten Gruppe dürfen den gelben Sektor nicht betreten. „Das erfordert ein hohes Maß an Disziplin. Kinder, die sich an diese Vorgaben nicht halten können oder wollen, dürfen das Taka-Tuka-Land heuer nicht besuchen“, stellt Mottas klar, dass die Kinder diesmal nicht so viele Freiheiten genießen können wie üblich.

Zeltlager in Gloxwald ist momentan ungefährdet

„Wir haben einen Morgenkreis, in dem wir die Regeln täglich besprechen werden“, erklärt Taka-Tuka-Land-Leiterin Manuela Dunst, die auch bestätigt, dass es am ersten Tag keinerlei Probleme gegeben habe. Weder mit den Regeln, noch mit der Einteilung in die Gruppen. Und sie rechnet auch nicht damit, dass sich Probleme ergeben könnten. „Es sind alle froh, dass wir überhaupt da sind“, betont sie. Ein Problem könnte sich aber trotzdem ergeben und zwar dann, wenn an einem Tag mehr als 60 Kinder ins Taka-Tuka-Land strömen, wo es traditionsgemäß ja keine Voranmeldung gibt. „Was wir dann tun, weiß ich ehrlich gesagt nicht“, gibt Arnold Mottas zu. Da am ersten Tag mit 21 Kindern aber deutlich weniger das Freizeitangebot in Anspruch nahmen als in den letzten Jahren, rechnet er aber nicht damit, dass der Vorjahresspitzenwert von 72 Kindern heuer erreicht werden kann.

Vorausgesetzt die Coronazahlen steigen nicht dramatisch an, so gibt es auch grünes Licht für das von 1. bis 8. August stattfindende Zeltlager in Gloxwald, das stets ein Highlight des Ferienprogramms ist. Die Kinder werden hier in drei Gruppen zu je 14 Teilnehmern aufgeteilt, die Abstandsregel gilt wieder nur zu den anderen Gruppen. Abmeldungen gab es in den letzten Monaten keine. Für Organisator Arnold Mottas steht ohnehin schon eines fest: „Es wird mit Abstand das beste Zeltlager!“