Großprojekt soll Geschäft und Wohnungen bringen. Spar könnte in neues Haus beim Kreisverkehr übersiedeln. Gespräche mit Wohnbauträgern laufen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 11. Januar 2019 (05:46)
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Für den Nahversorger stehen im Ortszentrum zu wenige Parkplätze zur Verfügung. Die Gemeinde überlegt daher schon länger,einen neuen Standort für das Geschäft zu finden.

Die Nahversorgung wird 2019 ein wichtiges Thema im Ort.

„Wollen künftig mehr in die Höhe bauen“

„Noch ist zwar nichts beschlossen, aber wir führen Gespräche mit den Grundbesitzern Norbert und Andrea Schimböck, mit möglichen Bauträgern und natürlich auch der Familie Pürmayr, die den Sparmarkt in Weistrach betreibt. Wir sind da in einem guten Einvernehmen. Ziel ist es, beim Kreisverkehr ein Projekt auf die Beine zu stellen, das Wohnungen und auch einem Geschäft Platz bieten soll. Nachdem der Flächenverbrauch ja auch im Land ein großes Thema ist, wollen wir künftig mehr in die Höhe bauen“, sagt Bürgermeister Erwin Pittersberger. Er ist zuversichtlich, dass es noch im Frühjahr gelingt, Nägel mit Köpfen zu machen.

Grund dafür, dass der Sparmarkt übersiedeln will, sind vor allem die fehlenden Parkplätze im Ortszentrum, denn das macht den Einkauf für die Kunden schwierig. Der Plan wäre es, dass eine Genossenschaft ein Haus errichtet und sich der Markt dort einmietet. Vom Ort aus wäre er auch zu Fuß noch immer problemlos zu erreichen. „Als Gemeinde werden wir uns sicher auch in irgend einer Form an so einem Projekt beteiligen, vor allem, weil wir ja Bedarf an öffentlichen Parkplätzen haben“, sagt Pittersberger.

Vorausblickend agiert Weistrach auch in Sachen Kindergarten. „Durch die sehr gute Siedlungsentwicklung werden wir in den nächsten Jahren entweder eine zusätzliche Kindergartengruppe oder eine Kleinstkindgruppe benötigen“, berichtet der Ortschef.

Gemeinde sichert sich Grund bei Kindergarten

Die Gemeinde will sich daher zwei Grundstücke nahe des Kindergartens sichern. Zum einen, um Platz für einen Anbau zu haben, zum anderen, um künftig auch den Spielplatz vergrößern zu können. Er soll dann auch den Kindern der Pfarrsiedlung und der Siedlung Sonnenfeld zur Verfügung stehen.

Insgesamt sind im Voranschlag 2019 für diese Grundankäufe 250.000 Euro reserviert.

Bei der Siedlungsentwicklung selbst will die Gemeinde künftig ein wenig auf die Bremse treten. „Wir hatten ein paar sehr intensive Jahre, in denen wir viele Gründe umgewidmet haben und in denen viele Einfamilienhäuser und Wohnbauten entstanden sind. Natürlich wollen wir auch künftig immer ein ausreichendes Angebot an Wohnungen und Baugründen für die Weistracher zur Verfügung stellen, aber wir arbeiten nicht mehr in diesem Tempo und dem Ausmaß wie in den letzten Jahren“, sagt Pittersberger.

Ein Aufschließungsprojekt ist derzeit ohnehin noch im Gange. In der Holzschachensiedlung werden bald 15 neue Parzellen zur Verfügung stehen. „Insgesamt haben wir dann etwa 25 frei Baugründe. Das sollte für die nächsten zwei bis drei Jahre reichen“, erklärt der Bürgermeister.