Neuer Mostfriesen-Krimi ist da. Der gebürtige Friese Wilhelm Hotes ist Wahl-Mostviertler und stellt nun sein drittes Buch „Wolfsbach ist nicht Kyoto“ vor. Lesung am 14. November im Gemeindezentrum.

Von Josef Penzendorfer. Erstellt am 25. Oktober 2019 (04:54)
Schreibt einfach gerne Kriminalgeschichten: der Wolfsbacher Wilhelm Hotes.
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Im Jahr 2017 war es der Krimi „Zimmer 305“, den Willi Habbo Hotes im Wechsel mit Herbert Pauli verfasst hatte; schon diese Geschichte wies starken Mostviertel-Bezug auf. 2018 folgten launig erzählte Tiergeschichten mit dem Titel „Ich dachte schon, du wärst echt“, und nun hat der inzwischen waschechte Wolfsbacher, der 2005 von Hamburg hierher gezogen ist, im Verlag am Sipbach einen weiteren Kriminalroman geschrieben:

„Wolfsbach ist nicht Kyoto“ lautet der fast kryptische Titel seines Buchneulings, in dem es für den Chefinspektor der Amstettner Kriminalpolizei knapp vor seiner Pensionierung einen außergewöhnlichen Fall zu klären gilt.

Außergewöhnlicher Fall wartet auf Leser

„Bestimmte Typen wie der ermittelnde Amstettner Kriminalinspektor kommen in diesem Buch wieder vor, ansonsten finden sich viel Autobiographisches sowie eine Hommage ans Mostviertel mit starkem Wolfsbach-Bezug im Buch; ich gebe aber auch einen ausführlichen Einblick in mein damaliges Berufsleben“, verrät der 75-Jährige, der immerhin 10 Jahre als Geschäftsführer der Europazentrale eines japanischen Konzerns sehr erfolgreich tätig war und dessen geschäftliche Denkweise aufzeigt. Tatsachen und Fantasie gehen jedenfalls Hand in Hand. „Viele Wolfsbacher werden sich wiedererkennen, einige sind in Übereinstimmung mit mir auch namentlich genannt“, erzählt Hotes weiter.

Die Geschichte handelt von der Japanerin Mamiko Akasaki, die von Kyoto über Wien nach Wolfsbach zieht, um hier ihr Glück zu finden. Nahe der Hubertuskapelle in St. Michael wird sie von einem Pilze sammelnden Pensionisten tot aufgefunden, der in ihrem Leben auch eine wichtige Rolle gespielt haben dürfte. Was aber hat Mamiko überhaupt bewogen, von Kyoto nach Wolfsbach zu ziehen?

„Ich habe etwa acht Monate daran gearbeitet, am Beginn steht eine Idee, deren Richtung sich erst beim Schreiben weiterentwickelt; ich wusste am Anfang noch nicht, wer eigentlich der Mörder sein wird und wieviele Morde es geben wird“, gibt der Erzähler zu.

„Habe etwa acht Monate daran gearbeitet“

Der bestens im Ort integrierte Autor pflegt einen anspruchsvollen Stil, bezeichnet sich als besonders literaturaffin. Er liest selber gerne Krimis; schon als 16-Jähriger hat er fast 400 Seiten an Kurzgeschichten verfasst. Hat Willi Hotes seine Geschichten früher zumeist im Flugzeug geschrieben, so bleibt er nun seit 2005 lieber am Boden, hat er doch als allseits beliebter Obmann des Wolfsbacher Segelvereins über 100 Mitglieder lukrieren können. Zudem singt er im örtlichen Männergesangsverein. Ein Folgekrimi schlummert bereits in seinem Kopf: Wer wird wohl Nachfolger des Chefinspektors werden?

Vielleicht wird der Autor am 14. November, 19.30 Uhr, bei seiner Lesung im Gemeindezentrum schon etwas darüber verraten können. Das Buch „Wolfsbach ist nicht Kyoto“ ist beim Autor sowie im Buchhandel erhältlich.