Vandalismus sorgt für riesigen Ärger in Nußdorf. Die Wahrnehmungen einiger Zeugen lassen auf einen jugendlichen Einzeltäter schließen.

Von Günther Schwab. Erstellt am 08. Juli 2020 (06:07)
Mehrere öffentliche Plätze, darunter auch der Nussdorfer Friedhof sowie die alte Musikschule, waren Ziele von dreisten Vandalenakten. Das Bild zeigt Bürgermeister Heinz Konrath vor dem „Neusiedler Kreuz“ mit mehreren kaputten Objekten, die mutwillig zerstört wurden.
Günther Schwab

In den vergangenen zehn Tagen waren der Friedhof, die alte Musikschule (die derzeit als Jugendzentrum genutzt wird) und das im Jahr 2018 restaurierte „Neusiedler Kreuz“ Zielscheiben von Vandalenakten. Bürger und Gemeindeführung zeigten sich entrüstet. Sie erstatteten Anzeige.

Fenster bei Ex-Musikschule eingeschlagen

„Am Friedhof wurden mehrere Engel und weitere Grabutensilien eingesammelt und anderorts im Bereich des Friedhofs achtlos weggeworfen. Mitarbeiter des Bauhofs sammelten die Gegenstände ein, fotografierten sie und hängten die Fotos im Eingangsbereich bei der Schautafel aus. Die Gegenstände sind beim Gemeindeamt wieder abzuholen“, erklärt Bürgermeister Heinz Konrath.

Bei der ehemaligen Musikschule schlug man mehrere Fenster im hinteren Bereich des Gebäudes ein und auch beim Neusiedler Kreuz gab es mehrere Sachbeschädigungen. Konrath: „Es wurden eine Laterne und die beiden Gipsfiguren, die in den Fensternischen untergebracht waren, mutwillig zerstört und auf den vorbeiführenden Güterweg geworfen.“

Es gibt mehrere Wahrnehmungen einiger Zeugen, die bislang auf einen jugendlichen Einzeltäter schließen lassen. Darüber ist auch die Polizei informiert worden. „Sollte es weitere zweckdienliche Hinweise geben, wären wir sehr dankbar, um den oder die Täter zur Rechenschaft ziehen zu können“, so Bürgermeister Konrath.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro.