Brennpunkt St. Pöltner Straße: „Wir wollen Schutzweg“. Wer zum Bahnhof oder Bus möchte, muss lange Umwege bis zum nächsten Zebrastreifen in Kauf nehmen. Gerhard Holzapfel verlangt Abhilfe.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 16. Juli 2019 (04:12)
Hans Kopitz
Die St. Pöltner Straße ist die Hauptdurchzugsstraße mit starkem Verkehrsaufkommen. Bewohner der Wiesengasse, aber auch der Riefthalgasse, haben es schwer, die Straße zu überqueren. Ein gesicherter Übergang ist aber notwendig, zumal sich gegenüber der Hauptbahnhof und eine Bushaltestelle Richtung Stadtzentrum befinden.

Genau zwei Jahre ist es her, dass sich Gerhard Holzapfel, Ortsgruppenvorsitzender der Gewerkschaft „vida“, ein Schreiben an die NÖ Landesregierung, Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten, abgeschickt hat, da er sich Sorgen um seine beiden Enkelkinder im Alter von fünf und zehn Jahren macht.

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Gerhard Holzapfel: „Bin in großer Sorge um meine Enkelkinder.“

Er schrieb: „Meine Tochter ist mit ihrer Familie in die Wiesengasse gezogen. Das ist eine Sackgasse und befindet sich 20 Meter nördlich Kreuzungsbereich St. Pöltner Straße – Riefthalgasse/Bahnhof. Ich bin in großer Sorge um die beiden Kinder, da die Überquerung zur Autobushaltestelle – stadteinwärts zur Schule – nicht möglich ist.“

Die Schutzwege bei der OMV-Tankstelle (200 Meter nördlich) beziehungsweise Abzweigung Körnersiedlung (400 Meter südlich) seien von der Wiesengasse aus nicht erreichbar, da auf beiden Seiten die Gehwege durch Gartenzäune oder Häuser unterbrochen sind.

Die St. Pöltner Straße ist die Hauptdurchzugsstraße in Herzogenburg und äußerst intensiv frequentiert, wobei sich zusätzlich viele Kfz- und Lkw-Fahrer nicht an die 50 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung halten.

„Ich denke auch an die Bürger unserer Stadt“

Nochmals Holzapfel in seinem Schreiben: „Daher ersuche ich Sie, im obigen Kreuzungsbereich einen Schutzweg mit Warnblinkanlage zu errichten, damit die Unfallgefährdung minimiert wird. Natürlich liegen mir meine Enkelkinder besonders am Herzen, ich denke aber auch an die Bürger unserer Stadt, die ja ebenfalls einer Gefahr beim Überqueren der Straße ausgesetzt sind. Es sind neben den Kindern vorwiegend ältere Menschen, die naturgemäß länger brauchen, die diesen Bereich benützen, da sich hier zwei Autobushaltestellen und der Hauptbahnhof befinden.“

Viele ältere Personen haben sich Holzapfel angeschlossen: „Wir wollen diesen Schutzweg, gerade an dieser Stelle!“

Am vergangenen Freitag war eine Verkehrsverhandlung an Ort und Stelle anberaumt. Mit offenem Ausgang, was Schutzweg an sich und Zeithorizont anbelangt. Holzapfel: „Ich bin gespannt auf das Ergebnis!“

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