Erber Group trotz Coronakrise gut aufgestellt. Erber Group ist inmitten der Coronakrise gut aufgestellt: Mitarbeiter der Zentrale sind im Homeoffice. Neue Schichtpläne stellen die Produktion sicher. Sie läuft auf Hochtouren.

Von Alex Erber. Erstellt am 02. April 2020 (05:42)
In der Zentrale der Erber Group in Getzersdorf sind derzeit nicht mehr als zehn Mitarbeiter vor Ort. Die Produktion hingegen läuft auf Hochtouren, die Werke sind ausgelastet.
Hans Kopitz

Verwaist wie nie zuvor präsentiert sich derzeit der Parkplatz vor dem Gebäude mit der Adresse Erber Campus 1. Doch der Eindruck täuscht gewaltig: Die Produktion läuft auf Hochtouren.

Von den derzeit 560 in Österreich beschäftigten Mitarbeitern der Erber Group haben 298 im Headquarter Getzersdorf ihren Arbeitsplatz. Aufgrund der verpflichtenden Homeoffice-Regelung sind am Standort Getzersdorf allerdings nur zehn Mitarbeiter aktiv tätig: Sicherheitsdienst, Rezeption, Facility-Services und IT.

Bei der Erber Group nimmt man die gegenwärtige Situation sehr ernst. Bereits vor zwei Wochen ist ein umfangreicher Maßnahmenkatalog in Kraft getreten. Er reicht vom internationalen Reiseverbot für alle Mitarbeiter und Berater über die Einrichtung einer eigenen Hotline bis hin zu erhöhten Hygiene- und Sauberkeitsmaßnahmen und die strikte Beschränkung der externen Besuche in Büros und Produktionsstätten. Außerdem gibt es zusätzliche Protokolle und Vereinbarungen mit vorgelagerten Lieferanten und Logistikpartnern, um die Produktverfügbarkeit sicherzustellen.

In der Vorwoche ist dieser Maßnahmenkatalog erweitert worden, um eine noch umfassendere Sicherheit der Mitarbeiter und die Lieferfähigkeit der Produktionsstätten zu gewährleisten“, berichtet Herbert Kneissl, oberster Marketing-Verantwortlicher und Pressesprecher der Erber Group.

In Österreich gibt es zwei Mal pro Woche „Covid-19-Task-Force-Meetings mit Vertretern aller Unternehmensprozesse, Homeoffice für alle Mitarbeiter, deren Anwesenheit nicht erforderlich ist sowie zusätzliche Richtlinien und Verhaltensmaßnahmen bei Corona-Verdacht von Mitarbeitern, die über die Ratschläge der AUVA hinausgehen.

Keine Überschneidung bei den Arbeitsteams

Ganz wichtig: „Es sind neue Schichtpläne in den Produktionsstätten erstellt worden, die eine Überschneidung der Arbeitsteams ausschließen“, erklärt Kneissl.

Zusätzliche Reinigungs-und Desinfektionspläne vervollständigen die Maßnahmen.

An Arbeit mangelt es nicht: Die Produktionswerke der Erber Group (Biomin, RomerLabs und bioferm) sind in Österreich und weltweit unter voller Auslastung tätig.

Herbert Kneissl: „Als Lieferanten der Nutztierproduktion, der Futtermühlen und der Lebensmittelindustrien können wir derzeit die Versorgung ohne Einschränkungen für unserer Kunden sicherstellen. Wir sind zuversichtlich, dass uns das auch in den nächsten Wochen gelingen wird.“

Übrigens: Auch in Asien sind alle Produktionen in Betrieb.