Herzogenburg

Erstellt am 22. Januar 2019, 05:36

von Hans Kopitz

Faschingssitzungen: Lachsalven ohne Pause. Die Oberndorfer Gilde zog wieder alle Register ihres Könnens.

Walter Böhm (links) gratulierte Trompeter Daniel Kohwalter, dem es als „Stummer“ gelang, „NÖM-Reporter“ Christoph Artner (rechts) ein vollständiges Interview zu geben.  |  Hans Kopitz

Die drei ersten Auftritte der Faschingsgilde sind vorbei und sie waren ohne Übertreibung ein Riesenerfolg. Schon bei der Generalprobe, bei der die Bewohner des Pflege- und Betreuungszentrums, die Ehrenamtlichen, die dort regelmäßig Dienst machen, und die Mindestrentner der Stadt eingeladen werden, gab es Lachen ohne Ende. Und auch bei den ersten beiden Sitzungen am vergangenen Samstag und Sonntag amüsierten sich die Besucher, die aus nah und fern kamen, köstlich. Der Applaus war entsprechend frenetisch.

Nach dem „bezaubernden“ Beginn, bei dem Ingrid Vermeulen und Bettina Track gemeinsam mit Daniel Kohwalter das Publikum verzauberten, nahm Büttenredner Erich „Bauchi“ Böck die Neuigkeiten aufs Korn, die der Bevölkerung im abgelaufenen Jahr beschert wurden – angefangen Donald Trumps Riesenmauer bis zur „Mauer-Akne“ des neuen Herzogenburger Rathauses, wofür dieses sogar ausgezeichnet wurde, und von „Christoph den Artigen“, der jetzt die Geschicke der Stadt lenkt, bis zu den schwarzen Schafen in der Kirche – und da sind nicht die Schafe von Kaplan Ulrich Mauterer im Wäschegarten des Stiftes gemeint.

Neuer Führerschein in Herzogenburg

Anschließend zeigte die Track-Familie, dass es in Herzogenburg nicht nur den L 17-Führerschein gibt, sondern jetzt auch den L 50+, wobei herauskam, dass es oft gar nicht so leicht ist, mit zwei Füßen drei Pedale zu bedienen.

Beim „Hopfenblütenzaubertrank“ zeigte „Schurl Sagnix“ Georg Högl mit seinem Kollegen „Dominix“ Kraushofer, dass zwischen einem Pinkelstein und einem Römertopf gar nicht so ein großer Unterschied ist.

„Parship-Leiter“ Max Eckl hatte mit dem „Aufreißer“ Peter Schräfl seine liebe Not – und der Rohrbruch, den Elke Huber zum ersten Mal als Solodarstellerin nach ihrem Caole-Urlaub zu bewältigen hatte, war auch nicht ohne. Die MA 48, das sind Reinhard Mader, Gerald Zöchinger, Walter Böhm und Paula Gartner, sangen glaubwürdig „Mir gengan in die Schlosstavern‘, weil mir Straßler saufen gern!“

Rote-Nasen-Sauf für die Heurigen

In der „Woodstock“-Family sucht die Tochter Hilfe, weil dort der Slogan „Als Hippie ist Kiffen unser Hobby“ herrscht – und im Wartezimmer muss sich die völlig diskrete „Assistentin“ Renate Kreutmayer mit einem völlig tauben Patienten herumschlagen, den Vizebürgermeister Richard Waringer – im realen Leben ihr Sohn – spielt.

Erwin Fischer und Georg Högl brachten statt der jahrelang beliebten „Stadtnachrichten“ diesmal „Statt Nachrichten“ und behaupteten dabei, dass es heuer statt einen Rote-Nasen-Lauf einen Rote-Nasen-Sauf gibt, zugunsten der Herzogenburger Heurigenbetriebe, dass nicht noch mehr zusperren müssen.

Die „Lästermäuler“ Annemarie Kovac und Ingrid Vermeulen behaupteten, dass es die große Liebe sein muss, wenn man als Frau bei ihrem Mann bleibt, der in Altersteilzeit gegangen ist – und Bürgermeister Christoph Artner versucht als „NÖM-Reporter“ einem Stummen ein Interview zu entlocken. „Salamander“ Michael Langs bedingungslose Männerliebe wurde vom Publikum mit einem Riesenapplaus bedacht – und zum Abschluss zeigte die Tanzgruppe gekonnt Merlins Verwandlung.

Fast vier Stunden Lachen ohne Pause sind garantiert, auch am kommenden Freitag, 25., Samstag, 26., und Sonntag, 27. Jänner (Freitag und Samstag ab 19 Uhr, Sonntag ab 17 Uhr). Die Faschingssitzungen sind mit Sicherheit einen Besuch wert. Eine diesbezügliche Frage stellt diese Woche auch die beliebte Online-Plattform NÖN.at, die von der NÖN-Community wissen will, ob sie Faschingsveranstaltungen generell besucht. Voten Sie mit, Abstimmungsende ist am Freitag, 25. Jänner, um 18 Uhr.

Umfrage beendet

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