Feuerwehr bleibt gerüstet. Seit rund drei Wochen erfolgt eine tägliche Erhebung der verfügbaren Kräfte. Um am neuesten Stand zu sein, gibt es laufende Abstimmung zwischen Blaulichtorganisationen.

Von Alex Erber. Erstellt am 08. April 2020 (04:00)
Die Freiwillige Feuerwehr Herzogenburg-Stadt ist auch in Zeiten der Coronakrise einsatzbereit.
Hans Kopitz

Trotz der erschwerten Bedingungen durch die Coronakrise: Die Freiwilligen Feuerwehren halten den Schutz der Bevölkerung weiterhin aufrecht.

Die Freiwillige Feuerwehr Herzogenburg-Stadt beispielsweise mit ihren 63 aktiven Mitgliedern hat ein riesiges Einsatzgebiet. Es umfasst die Katastralgemeinden Ederding, Herzogenburg, Wielandsthal und Wiesing mit rund 3.200 Einwohnern sowie mehreren Sonderobjekte wie das Pflege- und Betreuungszentrum am Schillerring, kurz Martinsheim, das Stift, den Eisenbahn-Bereich sowie rund 40 Kilometer auf der S 33.

„Bereits seit rund drei Wochen erfolgt eine tägliche Erhebung der verfügbaren Einsatzkräfte, um einen genauen Überblick über den Personalstand zu haben“, berichtet Pressesprecher und Verwalter Florian Schmidtbauer. Ebenfalls darf die Feuerwehrzentrale nur mehr für die Einsatzabwicklung oder unaufschiebbare Wartungsarbeiten betreten werden. Über die gewohnten Informationskanäle werden die Mitglieder laufend informiert.

Die Dienstweisung zu Covid-19 seitens des Landesfeuerwehrverbandes hat die Freiwillige Feuerwehr Herzogenburg-Stadt vollinhaltlich umgesetzt, diese Dienstanweisung bestätigte die bereits seitens der Feuerwehr gesetzten Maßnahmen: „Der Eigenschutz wird hoch gelebt und der Schutz der Bevölkerung ist auch in diesen schwierigen Zeiten aufrecht“, erklärt Schmidtbauer.

Nicht zeitkritische Einsätze werden nur mehr mit einer verminderten Personenanzahl und so ressourcenschonend wie möglich abgearbeitet. Eine Bereitschaft von 15 Mitgliedern steht jeden Tag Gewehr bei Fuß.

Zusätzliches Schutzmaterial

Am Anfang der Krise stand die Nachbeschaffung von zusätzlichem Schutzmaterial oder Desinfektionsmittel im Mittelpunkt. Dabei konnten aber dank der Stadtgemeinde und dem Landesfeuerwehrverband die Lagerbestände erhöht werden: „Alle Einsatzfahrzeuge wurden mit zusätzlichem Schutzmaterial bestückt und die Kameraden sind entsprechend geschult und informiert worden“, betont Schmidtbauer.

Ebenso erfolgt laufend eine Abstimmung zwischen den Blaulicht-Organisationen wie der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Herzogenburg, der Polizeiinspektion Herzogenburg sowie der Stadtgemeinde Herzogenburg, um den Informationsfluss aufrecht zu erhalten und immer am neuesten Informationsstand zu sein.

Schmidtbauer abschließend: „So wird garantiert, dass eventuell notwendig werdende neuen Maßnahmen schnell und unkompliziert zur Umsetzung gebracht werden können.“