„Licht ins Dunkel" in Anton-Rupp-Freizeithalle. Sparmaßnahmen in der Anton-Rupp-Freizeithalle sorgen für Ärger bei Badmintonspielern: Sie kämpfen gegen die Finsternis.

Von Alex Erber. Erstellt am 22. Mai 2019 (12:22)
Hans Kopitz
Badminton nur mit mit Stirn- und Taschenlampen? Im Bild: Max Gusel, Jürgen Hornischer, Obmann Ronald Höfer, Klaus Gusel, Gerald Marchsteiner und Mario Riedl (von links).

Wenn Spieler des Badmintonvereins in der Anton-Rupp-Freizeithalle ihrem Hobby frönen, passiert seit einiger Zeit Seltsames: Der Sieger des Duells kann prognostiziert werden, weil der Verlierer im Dunklen positioniert ist und daher einen klaren Nachteil hat.

Obmann Ronald Höfer kennt den Grund: „Die Gemeinde hat vor einiger Zeit Energiesparpotenziale ausgelotet. Seither ist die vordere Lampen-Reihe abgedreht.“

NOEN
Bürgermeister Artner (SP): „Energiespar-Maßnahmen sind einstimmig beschlossen worden.“

Höfer hat in der Folge erfolglos interveniert und sogar angeboten, die anfallenden Kosten aus der Tasche des Vereins zu bezahlen: „Zwei Scheinwerfer für je zwei Stunden in der Woche, das lässt sich ganz leicht vom Gesamtbetrag herausrechnen.“

Was ihn abseits der Finsternis ärgert: „Wir sind zwar nur ein sehr kleiner Verein mit rund zehn Mitgliedern. Dennoch haben wir das Recht auf eine ordnungsgemäße Beleuchtung, zumal wir ja auch die volle Hallenmiete dafür bezahlen. Aber alle Bitten unsererseits stoßen auf taube Ohren.“

Nicht ganz: Vereinsmitglied ist auch Klaus Gusel, der Vater von Neo-VP-Obmann Max Gusel, den die Angelegenheit wurmt: „So springt man mit einem Verein nicht um. Ich habe SP-Bürgermeister Christoph Artner schon mehrmals um die Änderung der Beleuchtungs-Situation gebeten, aber es rührt sich einfach nichts. Ich verlange jetzt auf jeden Fall, dass Licht ins Dunkel kommt.“

„Ich will nämlich nicht, dass am Montag in der Früh das Licht aufgedreht und am Freitag am Abend wieder abgedreht wird"

Der Stadtchef verweist in der Angelegenheit auf einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss, demzufolge Energiespar-Maßnahmen in der Ossarner Freizeithalle fixiert wurden. Für den konkreten Fall seien Änderungen denkbar, räumt Artner ein, jedoch müsse die Angelegenheit zuerst im Gemeinderat behandelt und dann auf das Nutzerverhalten genau geachtet werden: „Ich will nämlich nicht, dass am Montag in der Früh das Licht aufgedreht und am Freitag am Abend wieder abgedreht wird. Das wäre der Zustand, der zu den Überlegungen geführt hat, auf welche Weise man Energie sparen kann.“