Rotes Kreuz mit roten Zahlen. Fuhrpark muss um ein Auto reduziert werden. Zwei Ortschefs sind neu im Ausschuss.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 22. Oktober 2019 (04:01)
Judith Habersberger und Wolfgang Metze erhielten für 25 Jahre verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiet des Rettungswesens, das Ehrenzeichen in Bronze: Georg Högl, Michael Prunbauer, Gerald Müllner, Judith Habersberger, Wolfgang Metze, Petra Enengl und Doris Schmidl (von links).
Hans Kopitz

„Es war kein leichtes Jahr, denn wir hatten leider einen Abgang von rund 90.000 Euro“, berichtete Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Michael Prunbauer bei der Bezirksstellenversammlung im Winzerhaus Gill in Nussdorf.

Die Gründe: Die Nassräume in den beiden Wohnungen wurden saniert, der Personalaufwand stieg und auch der Aufwand beim Fuhrpark von rund 40.000 Euro.

„Es war kein leichtes Jahr, denn wir hatten leider einen Abgang von rund 90.000 Euro“

Prunbauer: „Wir werden deshalb den Fuhrpark um ein Fahrzeug reduzieren. Hätten wir nicht so viele ehrenamtliche Mitarbeiter, hätten wir ein Riesenproblem.“ Er berichtete auch, dass Herzogenburg eine der wenigen Rot-Kreuz-Dienstellen ist, bei der die Nacht-, Feiertags- und Wochenenddienste von ehrenamtlich arbeitenden Freiwilligen besetzt sind.

11.803 Personen wurden betreut

Unter dem Thema „Aktuelles und Geplantes“ wurden der Flotte-Sohle-Kurs, ein Seniorentreff in Wölbling und eine Online-Fortbildung für Demenz und Depressionen zur Sprache gebracht.

Jugendbetreuerin Anna Völkl berichtete, dass die Werbeaktion erfolgreich gewesen war. Der Start im September 2018 war mit 16 Mitgliedern ab sechs Jahren und es gab jeden zweiten Freitag Jugendstunden von 16 bis 18 Uhr unter dem Team von Elisabeth Sedlacek, Julia-Sophie Winischhofer und ihr. Inzwischen wurden die Jugendstunden auf Montag, zur gleichen Zeit, verlegt und sie hat die Teamleitung an Dominik Taucher übergeben.

Von der Bezirksrettungsstelle Herzogenburg wurden im Vorjahr 11.803 Personen betreut, was eine Steigerung von 5,89 Prozent gegenüber 2017 darstellt. Die Rettungsautos legten dabei 307.729 Kilometer zurück. Das ist eine Reduzierung von 3,4 Prozent, die entstand, da öfters mehrere Patienten gleichzeitig befördert wurden.

Insgesamt sind im vergangenen Jahr 62.033 Arbeitsstunden geleistet worden; wovon die größeren Teile von 26.331 auf die Ehrenamtlichen und 21.218 Stunden auf die Zivildiener entfielen.

Für Kurse für die Breitenbildung wurden 2.551 Stunden aufgebracht, für Weiterbildungskurse wandten die Rot-Kreuz-Mitarbeiter bei 426 Teilnehmern nicht weniger als 3.550 Stunden auf.

Artner und Steininger in den Ausschuss gewählt

Der Mitgliederstand beträgt derzeit 278, davon sind 155 Ehrenamtliche, neun Hauptamtliche in Teil- beziehungsweise Vollzeit und elf Zivildiener, 28 Probehelfer, 28 Reservemitglieder, 16 Jugendgruppenmitglieder und 30 Funktionäre.

Durch das Ausscheiden der beiden Bürgermeister Franz Zwicker und Michael Küttner gab es eine Nachwahl im Bezirksstellenausschuss, bei dem die beiden Nachfolger Christoph Artner und Wolfgang Steininger einstimmig in den Ausschuss gewählt wurden.

Nach den vielen Zahlen gab es schließlich einen Fotorückblick von Thomas Strobl. Danach wurden die Beförderungen durchgeführt und Auszeichnungen verliehen.

„Vielen Dank, dass ihr immer für uns da seid“

Bei den Grußworten der zahlreichen Ehrengäste betonte Bezirksinspektor Tontcho Nikov von der Polizeiinspektion Herzogenburg: „Vielen Dank, dass ihr immer für uns da seid.“ Auch Petra Enengl von der Bezirkshauptmannschaft stellte fest: „Unbezahlt – aber eine unbezahlbare Leistung.“