Güterwege zerstört, Gemeinde zerknirscht. Rübentransporte richteten massiven Schaden an. Agrana und Landwirt besserten aus, doch Maßnahmen waren nicht optimal.

Von Lisa Zederbauer. Erstellt am 12. November 2019 (04:19)
Neben dem Güterweg hat sich sogar ein Bach gebildet. Die Gemeinde Inzersdorf-Getzersdorf übernahm die Kosten für die abermalige Sanierung. Die vorherigen Ausbesserungsmaßnahmen haben nicht ausgereicht.
Amtsleiter Peter Leitner

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates war die Sanierung von zwei Güterwegen in Walpersdorf ein Thema; ein Ärgernis, das die Mandatare seit knapp einem Jahr beschäftigt.

Im Dezember 2018 wurden Rüben von zwei großen Landwirtschaftsfahrzeugen im Auftrag der Agrana über zwei Güterwege in Walpersdorf abtransportiert. Da es aber kurz vor besagtem Transport geregnet hatte, war der Boden weich und gab unter dem schweren Gewicht der Fahrzeuge nach.

„Die Güterwege wurden seitens des Landwirtes und der Agrana wieder so hergestellt, wie so vor dem Abtransport der Rüben waren.“ Markus Simak, Agrana

„Die beiden Wege waren erst vor Kurzem renoviert worden, deshalb ist es umso frustrierender, dass sie wieder in Mitleidenschaft gezogen wurden“, bedauert VP-Bürgermeister Ewald Gorth.

Was sagt die Agrana? „Grundsätzlich gibt es für Rübenbauern die Möglichkeit, die Rüben am Feldrand zu lagern und mit einer sogenannten ,Rübenmaus‘ und einem von uns beauftragten Spediteur abtransportieren zu lassen. Bei diesem Transport sollen die Wege für Lkw entsprechend befahrbar sein. Der Landwirt ist hier zuständig, dass die Rüben korrekt abgelegt und die Wege befahrbar sind“, hält Pressesprecher Markus Simak fest.

Im Dezember 2018 seien beim Abtransport von Zuckerrüben bedauerlicherweise Schäden an Güterwegen in der Gemeinde Inzersdorf-Getzersdorf entstanden.

Jedoch: „Diese Güterwege wurden jedoch seitens Landwirtes und der Agrana wieder so hergestellt, wie sie vor dem Abtransport der Rüben waren. Dazu wurden vor allem Löcher aufgefüllt und Wülste abgetragen.“

Offenbar nicht gut genug, denn die Gemeinde musste die Güterwege einer umfassenden Sanierung unterziehen, eine Kostenbeteiligung lehnte die Agrana ab. Die Gemeinde wollte dies anfangs nicht hinnehmen: „Wir wollten eigentlich rechtlich gegen das Unternehmen vorgehen, doch die Kosten für einen Anwalt und ein Verfahren würden uns im schlimmsten Fall mehr kosten als die Renovierung der Güterwege“, erklärt Bürgermeister Gorth.

Die Kosten für die Instandsetzung beliefen sich auf 2.500 bis 3.000 Euro. Die Gemeinde hat Granulat aufgebracht, sodass die Wege auch bei nicht überbordender Nässe benützt werden können.