Die Schupfengalerie feierte 20. Geburtstag. Einzigartige Kulturinitiative mit vielfältigen Aktivitäten: Gründerin Renate Minarz blickt im NÖN-Gespräch zurück und nach vor.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 28. Oktober 2019 (09:28)
„Die Schupfengalerie soll ein offenes Haus für Begegnungen sein und immer lebendig bleiben“, sagte Renate Minarz zum Jubiläum ihrer Schupfengalerie, zu der auch Bürgermeister Christoph Artner (links) und Vizebürgermeister Richard Waringer gratulierten.
Hans Kopitz

„Vor 20 Jahren habe ich mir einen Traum erfüllt. Ich baute die Stallungen und ,die Schupfen‘ zu einer Galerie und einem Atelier um. Nach eineinhalb Jahren intensivsten Umbaus war es geschafft – und ich konnte es selbst kaum glauben“, erzählte Renate Minarz, als sie auf „20 Jahre Schupfengalerie“ zurückblickte.

Es sei ein traumhafter Tag Ende September gewesen, der Besuch war enorm. Minarz: „Günther Vollbauer, der leider nicht mehr unter uns weilt, spielte am Klavier. Er war ganz begeistert von der Akustik in der Schupfengalerie. Damit hat er mir einen Floh ins Ohr gesetzt und so gab es in all diesen Jahren viele Konzerte mit tollen Musikern aus nah und fern. Kindertheater, Kabarett, Vorträge, Schauspiele und Shows sorgten für Vielfalt.“

Nach und nach ist der Wunsch entstanden, diese wunderbaren Räume mit anderen Künstlern zu teilen und dazu Menschen einzuladen.

Künstler beflügeln einander gegenseitig

2002 wurde der Verein der „Kulturinitiative Schupfengalerie“ von ihr ins Leben gerufen – und es fand sich eine Gruppe von Künstlern zusammen, die einander gegenseitig beflügelten und gemeinsam Events durchführten. Es gab und gibt viele Workshops, jedes Jahr stehen Maltage mit den Kindern der Schule am Programm.

Und vor einigen Jahren hat Renate Minarz den Kreativmontag ins Leben gerufen – ein Treffpunkt zum freien Malen, Austausch oder auch für gegenseitige Hilfe bei künstlerischen Problemen.

2013 wurde das Schaufenster der Schupfengalerie aktiviert, sozusagen das Auge oder Tor nach außen.

Seit vielen Jahren beteiligt sich auch ihre Tochter Edith Minarz-Kress an den Aktivitäten. „Für mich ist die Unterstützung aus der eigenen Familie sehr wichtig, da ich weiß, dass das in 20 Jahren Gewachsene weiter getragen wird“, so „Remi“ Renate Minarz, die ihre Schupfengalerie auch für viele Feste wie Hochzeiten, Geburtstage, Tanz- und Sing- sowie Meditationsabende oder Seminare zur Verfügung stellt. Für ihr Wirken wurde sie mit dem Liese-Prokop-Preis für Kunst und Kultur des Landes NÖ sowie mit der Ehrennadel der Stadt Herzogenburg ausgezeichnet.