Obritzberg-Rust

Erstellt am 13. Juni 2018, 05:07

von Alex Erber

Wird die Dorfstraße unnötig verengt?. Landwirt Hannes Hiegesberger: „Mit großen Maschinen wird es Probleme geben.“ Ortschefin Engelhart teilt diese Befürchtung nicht.

Stein(e) des Anstoßes: Randsteineinbau in der Fugginger Dorfstraße.  |  NOEN, privat

In der kleinen Katastralgemeinde von Obritzberg-Rust wird die Dorfstraße auf Vordermann gebracht. Dazu werden auch Randsteine eingebaut. Landwirt Hannes Hiegesberger, durch seine Milchprodukte weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt, hat damit keine Freude. In Schreiben an die Gemeinde und an die Straßenmeisterei tat er seinen Unmut kund: „Die Straße wird dadurch unnötig verengt. Ich führe einen landwirtschaftlichen Betrieb, die Maschinen müssen täglich diesen Abschnitt der Dorfstraße befahren. In meinem Betrieb gibt es fünf Maschinen, die eine Transportbreite von drei Metern haben, und sieben Maschinen mit einer Transportbreite von zweieinhalb Metern.“

Hiegesberger fügt hinzu, dass auch andere Bauern die Dorfstraße mit großen landwirtschaftlichen Geräten befahren: „Dazu zählen Güllefässer, Rübenroder, Feldhäcksler, Tiertransporter und Traktoren.“

"Es ist nicht in meinem Interesse, öffentliches Gut und meine Reifen zu beschädigen!“

Von VP-Vizebürgermeister Franz Hirschböck erhielt Hiegesberger rasch Antwort: „Er teilte mir telefonisch mit, dass diese Angelegenheit Sache der Straßenmeisterei sei und er nichts unternehmen könne. Laut seiner Aussage werden die Randsteine abgeschrägt, man könne darüber auch mit schweren Geräten fahren. Es ist aber nicht in meinem Interesse, öffentliches Gut und meine Reifen zu beschädigen!“

Die Straßenmeisterei Herzogenburg antwortete nicht, doch Straßenmeister Gerhard Mistelbauer hält im NÖN-Gespräch fest: „Diese Angelegenheit ist einzig und allein Sache der Gemeinde!“

Für VP-Bürgermeisterin Daniela Engelhart betrachtet Hannes Hiegesberger die Dimensionen nicht richtig: „Am Straßenverlauf ändert sich praktisch nichts, für mich ist das Ganze überhaupt kein Problem.“

Sie argumentiert wie der Vizebürgermeister: „Wenn man über die abgeschrägten Randsteine fährt, spürt man gar nicht, dass man drüberfährt. Ich bin selber Landwirtin und weiß, wovon ich spreche.“