„he-mobil" will die Stadt bewegen. Der öffentliche Verkehr erhält Verstärkung. Bis zum Probebetrieb sind es nur noch wenige Wochen. Obmann Franz Gerstbauer freut sich darauf.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 27. Juli 2019 (03:05)
Hans Kopitz
Obmann Franz Gerstbauer: „Fahrdienst soll ein Gewinn für die Bürger der Stadt werden.“

Bald ist es soweit: Der „he-mobil“-Fahrdienst vom Verein zur Erhaltung und Steigerung der Mobilität in der Stiftsstadt startet von Anfang September bis Ende Dezember seinen Probebetrieb. Die Betriebszeiten sind Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr, der Regelbetrieb tritt voraussichtlich ab Jänner 2020 in Kraft.

„Wir sind ein motiviertes, breites Team – genau das, was wir wollten: Otto Schandl als Kassier, Anton Steidl als Schriftführer und die kommunikative Elisabeth Haberfellner“ begeistert sich Obmann Franz Gerstbauer und freut sich schon auf den Probebetrieb.

„Sie wünschen sich Unabhängigkeit in Ihrer Planung von Terminen und Aktivitäten und wollen mobil bleiben? Bei uns sind Sie als Passagier herzlich willkommen“, so steht es in der Infobroschüre, die auch ein Beispiel anbietet: Sie haben einen Arzt-Termin und rufen vorab bei unserem Telefondienst an. Zur vereinbarten Zeit holt sie unserer Fahrer ab. Ein nettes Gespräch, eine kurze Fahrt und schon sind Sie am Ziel angekommen. Nach Ihrem Termin bringen wir Sie wieder sicher heim.“

Wenn man diesem Verein beitritt, zahlt man im Probebetrieb zehn Euro im Monat beziehungsweise 30 Euro von September bis Dezember, Kinder von sechs bis 14 Jahren fahren gratis. Im Regelbetrieb sind es dann im Monat pro Passagier 25 Euro, pro Haushalt 40 Euro, für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren 15 Euro – und für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren fünf Euro, wenn mindestens ein Familienmitglied für den Fahrdienst zur Verfügung steht.

Natürlich braucht der Verein auch Fahrer: Wer einen gültigen Führerschein der Klasse B und zumindest drei Stunden im Monat Zeit aufbringen kann, ist genau richtig. Zu Beginn gibt es professionelles Training und die Einschulung mit dem Elektro-Auto. Hier beträgt der Mitgliedsbeitrag fünf Euro. Das Beste aber – hier kann man den Fahrdienst auch selbst in Anspruch nehmen oder auch das Car-Sharing günstig nützen. Der Fahrdienst hat eine starke soziale Komponente: Man trifft auf Herzogenburger, die eventuell selbst nicht mehr mobil sind und gibt ihnen völlig neue Möglichkeiten sowie Unabhängigkeit von Familien und Freunden.

Mitarbeit beim Telefondienst

Wer nicht fahren kann und den Verein im Team des Telefondienstes unterstützen will, sollte in den Reservierungszeiten telefonisch erreichbar sein und Anfragen für Fahrten in das elektronische Fahrtenbuch eintragen. Auch hier kann man den Fahrdienst und das Car-Sharing zum gleichen Tarif wie Fahrer in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen gibt es unter 0660/6231177 oder unter fahrdienst@gde.herzogenburg.at.