Saftstand gegen Wassermangel. Einnahmen fließen an Zisternenprojekt in Kenia. „Weiße Feder“: Gewinner werden erst am 24. August publik.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 16. August 2019 (03:58)
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Der Herzogenburger Physiotherapeut Peter Vohryzka (Mitte) will in Kenia eine Zisterne errichten, um den akuten Mangel an frischem Trinkwasser zu bekämpfen. Dazu fehlen noch 2.500 Euro – also geht der Erlös des Saftstandes heuer an „Peters Zisternenprojekt“.

Zwei Fixpunkte prägen schon seit vielen Jahren die NÖ Kindersommerspiele, die am Freitag, 23. August, starten: Das ist der Saftstand der Jungscharkinder, der mit seinen Einnahmen jedes Jahr ein anderes Hilfsprojekt unterstützt. Und der zweite Punkt ist die Vergabe der „Weißen Feder von Herzogenburg“, eine Auszeichnung für Menschen, die etwas Besonderes für Kinder leisten.

Der „Saftstand mit Mehrwert“ unterstützt heuer „Peters Zisternenprojekt“. Peter Vohryzka ist ein Herzogenburger Physiotherapeut und passionierter Läufer. Beim Laufen hat er Robert Surum Panin, einen Maasai aus Kenia, kennengelernt. Superschnell, aber mit dürftiger Ausrüstung – also hat Peter ihm seine Ausrüstung geschenkt. Maasai, so wird Robert gerne gerufen, denn er ist auf seine Herkunft stolz, lud Peter und seine Freundin in der Folge ein, ihn zu besuchen. Er zeigte ihnen den nahen Slum, aus dem er stammt. Peter wollte helfen und hat über Freunde mit kleinen Festen und Bogenbaukursen mehr als 4.000 Euro gesammelt und damit eine Schule gebaut – die fast fertig ist – sowie Hilfsmittel, Kinderschuhe und Medikamente organisiert.

2.500 Euro fehlen für die Realisierung

„Der größte Mangel herrscht jedoch an sauberem Wasser“, berichtet Vohryzka. Es muss aus schmutzigen Löchern geschöpft werden, aus denen Tiere trinken und die oft verunreinigt sind – eine Quelle für Krankheiten. Brunnen zu bauen ist keine Option, denn das Grundwasser liegt zu tief. Also möchte Peter eine Zisterne bauen, um Regenwasser aufzusammeln. Dazu fehlen noch 2.500 Euro – also geht der Erlös des Saftstandes heuer an Peters Zisternenprojekt.

Einer der Höhepunkte der Kindersommerspiele ist jedes Jahr die Verleihung der „Weißen Feder von Herzogenburg“, eine Auszeichnung für Menschen, die etwas Besonderes für Kinder leisten. Schon Wochen vor Beginn der Kindersommerspiele vergibt eine Jury, die zum Großteil aus Kindern besteht, nach einem ausgeklügelten Punktesystem, die Preise. Es gab insgesamt 19 Vorschläge. Sie reichten von Mitarbeitern über Kinderbetreuungsangebote und verschiedene Vereine, die sich für Kinder einsetzen, bis zu Menschen, die Hilfstransporte in Kriegsgebiete organisieren. Die 27-köpfige Jury beriet rund eineinhalb Stunden lang, ehe die Sieger feststanden.

Den drei Erstplatzierten – jeder bekommt neben der „Weißen Feder“ eine Urkunde und einen Geldpreis in der Höhe von 300 Euro – wird die Auszeichnung bei der offiziellen Eröffnung der Kindersommerspiele am Samstag, 24 . August, übergeben. Wer die Gewinner sind, soll auf Wunsch von Stiftspropst Petrus Stockinger erst bei der Überreichung publik gemacht werden.

Übrigens: Für das große Kreativdorf suchen die Verantwortlichen Käseschachteln, Taschentücherboxen, Überraschungseier, Seidenblumen, Perlen und Gurkengläser mit Deckeln. Wer so etwas zu Hause hat und nicht weiß, was er damit machen soll, wird ersucht, die Gegenstände im Nökiss-Büro – im Turm beim Nordtor des Stiftes – abzugeben.

Infos über die Nökiss gibt es unter 02782/83445, office@noekiss.at, das gesamte Programm unter www.noekiss.at, Gruppenanmeldungen nimmt man bei Samuel Ziselsberger unter 0660/5569433 vor.