Bahn sperrt S40-Strecke. Ab dem 29. Juni fährt kein Zug zwischen Herzogenburg und St. Pölten. Der Grund dafür sind umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen. Kostenpunkt: 12,5 Millionen Euro.

Von Alex Erber. Erstellt am 25. Juni 2019 (03:51)
ÖBB Alexandra Wallner
Ab 29. Juni laufen die Arbeiten auf Hochtouren. So werden beispielsweise 22.500 Tonnen Gleisschotter erneuert.

Die S 40 verläuft von Tulln durch das Tullnerfeld über Traismauer und Herzogenburg nach St. Pölten. Seit einiger Zeit werden Erneuerungs- und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt, um auch weiterhin sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Sicherheit der Eisenbahnanlagen entlang der Strecke zu gewährleisten. Die intensivste Phase beginnt jetzt Ende Juni, wenn neue Gleise zwischen St. Pölten und Herzogenburg verlegt werden.

Aus diesem Grund muss die Tullnerfelder Bahn in diesem Abschnitt von 29. Juni bis 1. September gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Davon betroffen sind auch die Pendler der Kremser Bahn im Bereich Herzogenburg – St. Pölten sowie die Radtramper-Züge, die in diesem Zeitraum nicht, wie gewohnt, vom Wiener Franz-Josephs-Bahnhof über Tulln nach St. Pölten geführt werden können, sondern auf die Route Wien Westbahnhof – St. Pölten ausweichen müssen. „Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 12,5 Millionen Euro“, erklärt ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif.

Elf Kilometer Schienen, 9.000 neue Schwellen

Beginnend mit 29. Juni bis 1. September werden zwischen St. Pölten und Herzogenburg Maßnahmen gesetzt, damit die erforderliche, sichere Gleislage und Funktionalität gegeben und in weiterer Folge ein sicherer und pünktlicher Zugbetrieb gewährleistet bleiben. Dabei werden knapp elf Kilometer neue Schienen verlegt, 9.000 neue Schwellen eingebaut sowie 22.500 Tonnen Gleisschotter erneuert und 19.500 Tonnen Schüttmaterial verarbeitet. Gleichzeitig führt man diverse Arbeiten an Grabenmauern, Durchlässen und Brücken durch und entfernt Bewuchs, der den Bahnbetrieb beeinträchtigt.

Außerdem wird der Bahnsteig in der Haltestelle Unterradlberg modernisiert.

Wenn die S 40 zwischen St. Pölten und Herzogenburg unterbrochen ist, müssen alle Züge in diesem Abschnitt im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt werden. Reisende mit Fahrrädern können diese Busse des Schienenersatzverkehrs aus beförderungstechnischen Gründen nicht benützen. Ein Fahrkartenverkauf findet in den Bussen des Schienenersatzverkehres nur dann statt, wenn keine derartige Kaufmöglichkeit in der angefahrenen Bahnstation möglich ist.