Rumänin drohte Lover: „Werde Nacktfotos online stellen“. Eine Rumänin (30) saß auf der Anklagebank, weil sie mit der Veröffentlichung von intimen Bildern drohte: Sie legte Geständnis ab.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 10. Dezember 2019 (03:00)
Symbolbild
Shutterstock, Michal Ludwiczak

Eine 30-jährige rumänische Staatsbürgerin musste sich am Landesgericht in St. Pölten wegen schwerer Nötigung vor dem Richter verantworten. Da die Frau nur gebrochen Deutsch spricht, wurde ein Dolmetscher zur Verhandlung hinzugezogen. 

Der Angeklagten wurde der Versuch vorgeworfen, einen Mann genötigt zu haben, sich von seiner aktuellen Freundin zu trennen. Dazu habe sie gedroht, Bilder, die diese Frau nackt oder in Unterwäsche zeigen, ins Internet zu stellen und an Freunde sowie Bekannte des Opfers zu schicken. Die Angeklagte, die gemeinsam mit ihrem Verteidiger zum Prozess erschienen war, zeigte sich vor dem Richter geständig.

Widersprüche in Aussage des Opfers

Das Opfer war bei der Verhandlung allerdings nicht anwesend. Die Aussagen des Mannes, die er bereits im Vorfeld getätigt hatte, waren jedoch ziemlich widersprüchlich. Da die Nötigung nicht zum gewünschten Erfolg führte beziehungsweise die Drohung nicht umgesetzt wurde, einigte man sich darauf, auf die Durchführung eines förmlichen Strafverfahrens zu verzichten. Die Rumänin habe laut eigenen Angaben die Drohung auch nicht ernst gemeint: „Es war lediglich eine Dummheit von mir“, so die Angeklagte. 

Im Zuge einer Diversion muss die 30-Jährige nun eine Strafe von 500 Euro bezahlen. 

Die Rumänin nahm den Vorschlag des Richters an.