Sieben Jahre Haft für Serieneinbrecher. Rumänischer Serieneinbrecher (34) zog Spur von Perschling über Ossarn bis nach Getzersdorf. Er erbeutete mehr als 20.000 Euro.

Von Alex Erber. Update am 04. Februar 2020 (03:48)
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Mit einem Routinier in seinem Fach hatten es Richterin und zwei Schöffen in einem Prozess am Landesgericht St. Pölten zu tun. Der angeklagte Rumäne hat in seiner Heimat schon sechs Jahre im Gefängnis verbracht. Sechs Verurteilungen wegen Einbruchsdiebstahls stehen zu Buche.

Eben erst aus der Haft entlassen, verlegte der 34-Jährige dann im Sommer 2016 sein Betätigungsfeld nach Österreich. Im Raum Herzogenburg suchte er insgesamt neun Einfamilienhäuser heim. Teilweise blieb es beim Einbruchsversuch, in Oberndorf/Ebene etwa wurde der Mann auf frischer Tat ertappt und flüchtete.

„Der Mann hatte ein gutes Auge“

In die Häuser gelangte er mit einem Flachschraubenzieher, mit dem er entweder ein Fenster einschlug oder die Terrassentür aufbrach. „Er hatte ein gutes Auge, denn so viel Beute macht man selten“, sagte der Staatsanwalt. Mehr als 20.000 Euro in Goldmünzen und Schmuck fielen dem bulligen Einbrecher in die Hände.

Ausgeforscht wurde er erst im Vorjahr durch einen DNA-Treffer. Gefahndet wurde mit einem europäischen Haftbefehl, die Festnahme erfolgte schließlich im Morgengrauen im Haus seines Vaters bei Bukarest.

Beim Prozess forderte der Staatsanwaltschaft alleine aus generalpräventiven Gründen eine Haftstrafe, die über zehn Jahre hinaus reicht. Der Schöffensenat kam dieser Forderung allerdings nur zum Teil nach und verurteilte den Geständigen zu einer Haftstrafe im Ausmaß von sieben Jahren.

Der Rumäne, der kein Wort Deutsch spricht, meldete sofort Berufung an: „Sieben Jahre sind sehr viel“, ließ er über die Dolmetscherin ausrichten.