Unwetter und Sturm sorgte für Verwüstung. In mehreren Orten der Region rückten die Florianis wegen dem Gewitter der vergangenen Woche aus.

Von Günther Schwab und Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 10. Juni 2020 (04:29)
Nach 1,5 Stunden konnten die Florianis aus Ambach die Straße von dem durch die Windböen umgerissenen Baum befreien.
Feuerwehr Ambach

Das starke Gewitter, das am vergangenen Montagabend tobte, führte zu mehreren Schäden und Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr in der Region.

Im Ortgebiet von Ambach rissen die heftigen Windböen des Unwetters einen Baum um. Er landete auf der Straße und blockierte Teile der Fahrbahn. Rasch rückten zwei Fahrzeuge mit insgesamt zwölf Kameraden aus um den Baum zu beseitigen und nach ungefähr 1,5 Stunden war der Einsatz beendet.

Auch in Oberndorf sorgte das Gewitter für Probleme. Nach dem Gewitterregen im Eisgrubenweg und im Eisenbründl sind mehrere Einlaufgitter vom Regenwasserkanal übergelaufen. Durch den Einsatz der Feuerwehr Traismauer-Oberndorf mit elf Mitgliedern wurden die verlegten Einlaufgitter mit Schaufeln und Besen gereinigt. Dadurch gab es keine gröberen Verschmutzungen auf dem Dorfplatz und der Oberndorferstraße.

„Das Wasser schoss regelrecht herunter“

Die starken Niederschläge verschonten auch Hafnerbach nicht. „Der Regen war so stark, dass er von den Feldern nicht aufgenommen werden konnte. Das Wasser schoss regelrecht von den Hängen herunter“, schilderte Hafnerbachs Bürgermeister Stefan Gratzl. Die Freiwilligen Feuerwehr Hafnerbach erhielt Unterstützung von den Kameraden aus Prinzersdorf und Gerersdorf, aber auch die Landwirte rückten mit ihren Traktoren aus und halfen mit den Frontladern den Schlamm wegzuschaffen. Dramatische Szenen spielten sich auch in Haunoldstein ab. Eine Anrainerin wurde in ihrem Auto von den Wasser- und Schlammmassen überrascht und 40 Meter weit mitgeschwemmt. Sie blieb unverletzt. Laut Bürgermeister Luger seien mindestens 20 Keller geflutet worden und auf der Kirchenstraße sei das Wasser ein Meter hoch gestanden.