Traismauer: Stadt unterzeichnet „Baumkonvention“. Die Gemeinde bekennt sich ab sofort auch schriftlich zum schonenden Umgang mit Wäldern.

Von Alex Erber. Erstellt am 17. Juli 2021 (12:49)
Baumkonvention
Schutz von Bäumen hat oberste Priorität: Thomas Fraisl, Martin Winter (Stadtgärtner), Bürgermeister Herbert Pfeffer, Sophie Bittner-Schiesser und Vizebügermeister Thomas Woisetschläger (von links). 
Stadtgemeinde Traismauer

Die Stadtgemeinde Traismauer hat die „Österreichische Baumkonvention“ unterzeichnet und bekennt sich damit zu einem sensiblen, differenzierten und vor allem möglichst schonenden Umgang mit Wäldern und Baumbeständen.

Diese Konvention wurde von der Plattform „Zukunft mit Bäumen – Bäume mit Zukunft“ verfasst, die bereits 2017 von Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung, initiiert worden war. Anlass für die Gründung der Plattform waren die immer häufiger erfolgten massiven „Sicherheitsschnitte“ und Fällungen entlang öffentlich zugänglicher Waldbestände und von Einzelbäumen, die oft durchgeführt werden, um die Baumbesitzer vor Haftungsfolgen rechtlich abzusichern.

Aus schmalen Waldwegen oder Forststraßen entstanden so durch massive Baumfällungen breite Schneisen, alte Bäume verschwanden zunehmend aus Parks, Alleen und Siedlungen oder überlebten nur stark zurückgestutzt.


„Nicht mit Bauwerk gleichzusetzen“

In der Baumkonvention wird nun unter anderem bekräftigt: „Bei der Durchführung von Pflegemaßnahmen ist Baumschonung das oberste Gebot. Gleichzeitig ist auf die Zumutbarkeit für Baumverantwortliche und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zu achten. Bäume sind natürlich gewachsene Organismen und daher hinsichtlich der Einschätzung von Risiken nicht mit einem Bauwerk gleichzusetzen.“