Traismauer: Zu Weihnachten wird es finster

Erstellt am 05. August 2022 | 10:36
Lesezeit: 2 Min
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Das Stadtamt wird nachts nicht mehr beleuchtet, in der Verwaltung werden Stromeinsparungen durchgeführt.
Foto: David Schreiber
Christbaum, Dekoration: Die Stadt Traismauer verzichtet auf Beleuchtung.

Das Thema Energiesparen geht auch an der Stadtgemeinde Traismauer nicht spurlos vorüber, denn aufgrund der steigenden Stromkosten ist mit Mehrkosten zwischen 95.000 und 120.000 Euro zu rechnen.

Schon lange setzt Traismauer auf Klima- und Umweltschutz und fokussiert die Ressourcenschonung in vielen Bereichen. Seit einiger Zeit wird die Straßenbeleuchtung des Gemeindegebietes sukzessive auf LED umgestellt. Auch dem Photovoltaik-Ausbau der öffentlichen Gebäude wird großer Wert beigemessen. 2021 bekamen deshalb beispielsweise der städtische Wirtschaftshof, die Volksschule Gemeinlebarn, die Mittelschule und die beiden Kindergartenhäuser IA und IB Photovoltaikanlagen.

Nun geht die Stadt einen weiteren Schritt und forciert die Einsparung von Strom. Derzeit wird evaluiert, in welchen Bereichen der Stadtgemeinde noch mehr Energie eingespart werden kann.

Drastische Maßnahmen

So werden künftig mehrere öffentliche Gebäude wie das Stadtamt, Rathaus, Wienertor, Hungerturm oder das Schloss nachts nicht mehr beleuchtet werden. Darüber hinaus wurde gemeinsam mit dem Werbewirtschaftsverein Traismauer (WWT) beschlossen, dass in der Innenstadt 2022 keine Weihnachts- sowie Christbaumbeleuchtung eingeschalten sein wird. „Dies klingt vielleicht etwas drastisch, doch für mich als Bürgermeister ist es wichtig, alle Einsparpotenziale zu nutzen. Das heißt, dass wir sowohl sichtbar nach außen wie mit der Weihnachtsbeleuchtung als auch, für die Bevölkerung nicht sichtbar, intern in der Verwaltung Stromeinsparungen durchführen werden“, sagt Stadtchef Herbert Pfeffer (SPÖ).

Für Bürger hat die Stadtgemeinde auch eigens Förderrichtlinien für energieeffiziente Maßnahmen. Ziele dieser Förderrichtlinien sind die Verbesserung der Umweltsituation durch Verminderung der CO2-Emission und die Senkung des Energieverbrauches sowie der Ersatz von Importenergie.

Gefördert werden die Anschaffung von Wärmepumpen, solarthermischen Anlagen, Photovoltaikanlagen sowie Biomasseheizungen, Fernwärme und Energieberatungen. Für einkommensschwache Haushalte gibt es auch die Förderung von energieeffizienten Produkten mit einem Zuschuss von 20 Prozent, maximal 100 Euro. Die Förderzuschüsse werden in Form von WWT-Gutscheinen ausbezahlt.