Schweinern reicht es mit den Temposündern. Verkehrsteilnehmer donnern durch die kleine Ortschaft. Kinder sind in Gefahr. Zwei Bewohner haben eine Unterschriftenaktion gestartet. Deklariertes Ziel lautet Sicherheit.

Von Thomas Heumesser und Alex Erber. Erstellt am 05. August 2020 (04:22)
Übergabe der Petition: Hermann Borek, Hans Speiser, Vizebürgermeister Franz Hirschböck und Bürgermeisterin Daniela Engelhart (von links).
Thomas Heumesser

Immer mehr Autofahrer, die sich nicht an Tempo 50 halten, der Schwerverkehr brettert oft mit mehr als 50 km/h durch die Ortschaft, für viele Bewohner stellt das Verlassen der Hauseinfahrt eine Hürde dar. Besonders schlimm: Schulkinder bewegen sich auf dem Weg zur Bushaltestelle auf der Landesstraße.

Der ehemalige Bezirksfeuerwehrarzt Hans Speiser und Hermann Borek wollten da nicht länger tatenlos zusehen und sammelten Unterschriften für eine Petition an die Gemeindeführung. Praktisch alle Bewohner von Schweinern haben unterschrieben. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit wieder zu gewährleisten und dadurch auch die Lebensqualität der Bevölkerung zu steigern.

Übergeben wurde die Petition bei einem Informationsabend im Feuerwehrhaus. Mit dabei waren Bürgermeisterin Daniela Engelhart, Vizebürgermeister Franz Hirschböck, die geschäftsführenden Gemeinderäte Jürgen Huber und Franz Schalhas sowie Gemeinderat Markus Speiser.

„Verkehrsverhandlung ist bereits beantragt“

Ortschefin Engelhart ließ sich nicht lange bitten: „Die Landesstraße ist tatsächlich ein Hotspot, daher haben wir bereits eine Verkehrsverhandlung beantragt. Außerdem wird in Erwägung gezogen, Tafeln am Ortsanfang aufzustellen, auf denen die Verkehrsteilnehmer hingewiesen werden, dass sie sich im Ortsgebiet befinden.“

Um die Geschwindigkeitsübertretungen zu dokumentieren, möchte man ein Tempomessgerät aufstellen und Werte in beide Richtungen sammeln.

Hans Speiser freute sich über die ersten Schritte: „Falls keine Besserung eintritt, muss letztendlich die Exekutive herangezogen werden. Wir werden die Bevölkerung jedenfalls weiter informieren, frei nach dem Motto ,Schritt für Schritt in eine sichere Zukunft‘.“