Anfragen für Gästezimmer nehmen wieder zu. Statt „Ausgebucht“ gab‘s in Traismauer Absagen. Die Lage bessert sich.

Von Günther Schwab. Erstellt am 04. Juli 2020 (03:36)
In mehrjähriger Bauzeit wurde das ehemalige „Schwab“-Haus in der Traismaurer Innenstadt umgebaut. Nach der Fertigstellung des Kaffeehauses im Jahr 2015 sind die oberen Etagen generalsaniert und zwei Wohnungen als auch fünf Gästezimmer speziell für Radtouristen errichtet worden. Das Bild zeigt Hausbesitzerin Margit Schöpf (links) und Nadine Buschl.
Günther Schwab

Vor rund sechs Jahren haben Margit und Werner Schöpf das ehemalige „Schwab“-Haus in der Wienerstraße 4 (unmittelbar neben dem Stadtamt) erworben und einer Generalsanierung unterzogen.

Im Parterre war früher nach dem Geschäft der Familie Schwab eine Schlecker-Filiale untergebracht. Nach mehreren Monaten der Umbauzeit wurde ein Café eingerichtet. Im Juni 2015 eröffnete das „Herbert‘s“ mit Herbert Theuretsbacher als Lokalbetreiber eröffnet.

In den vergangenen beiden Jahren wurden auch die beiden Obergeschoße saniert und für einen neuen Verwendungszweck adaptiert. Mietwohnungen gibt es nun ebenso wie auch Zimmervermietung.

Im Vorjahr (ebenfalls im Juni) wurde schließlich die Zimmervermietung „Bed – Bike & Breakfast“ eröffnet, die speziell auch auf Radtouristen ausgerichtet ist.

„Ausgezeichnete Lage neben zwei Radwegen“

„Die Römerstadt Traismauer bietet einige Attraktionen für die Radtouristen und die ausgezeichnete Lage unmittelbar neben dem Donau- und Traisental- Radweg haben uns dazu bewogen, das Gebäude für einen derartigen Zweck zu adaptieren. Es werden in unserer Region sowohl kulinarisch als auch kulturell viele Highlights geboten“, erklärt Margit Schöpf.

Neben einen angenehmen Aufenthalt in Traismauer im Rahmen der Fahrrad-Tour wird auch ein kräftiges Biker-Frühstück geboten. Margit Schöpf: „Zusätzlich gibt es bei uns eine eigene versperrbare Fahrradgarage, eine E-Ladestation für E- Bikes sowie einen Trockenraum für feuchte beziehungsweise durchnässte Radlerbekleidung. Auch befindet sich ein Fahrrad- Reparaturwerkzeug für allfällige Pannen und Notfälle in der Fahrradgarage.“

Insgesamt gibt es vier Zimmer mit Doppelbetten in der Größe von 18 bis 30 Quadratmetern als auch ein Appartement samt Wohnküche (etwa 36 Quadratmeter), die man buchen kann.

Im Vorjahr wurde nach der umfangreichen Gebäudesanierung die Zimmervermietung gestartet. Die Buchungslage war ausgezeichnet. „Die Coronakrise hat uns schwer zu schaffen gemacht. Wir wären ausgebucht gewesen, aber durch Corona hat es zahlreiche Absagen gegeben. Mittlerweile nehmen die Anfragen deutlich zu und wir hoffen, dass dieser Trend weiter anhält“, so Margit Schöpf abschließend.

Wandgemälde blieb erhalten

Das Besondere an den Umbauarbeiten war, dass die Fassade samt dem Wandgemälde aus dem Jahr 1974 größtenteils erhalten geblieben und nun im Stiegenhaus zu sehen ist.