Traismauer

Erstellt am 12. Februar 2019, 18:44

von Alex Erber

Autorin Sabina Naber stellt neuen Krimi vor. „Eine Melange für den Schah“: Wilhelm Fodor ermittelt im Wien der 60er-Jahre. Im Zentrum steht eine ganze Serie an Morden.

Sabina Naber präsentiert am 20. Februar ihren brandneuen Kriminalroman „Eine Melange für den Schah“.  |  privat

Nach einer kurzen schöpferischen Pause startet die Traismaurer Erfolgsautorin Sabina Naber wieder voll durch. Am Mittwoch, 20. Februar, präsentiert sie in der Buchhandlung Thalia in der Landstraßer Hauptstraße 2a/2b im dritten Wiener Gemeindebezirk ihr brandneues Werk „Eine Melange für den Schah“.

Ein Drohbrief an den Ermittler

Schauplatz des Kriminalromans ist Wien im Jahr 1965: Die Stadt fiebert der Ankunft des persischen Schahs entgegen, doch die Polizei beschäftigt eine Mordserie an Mitgliedern einer linken Studentenbewegung. Eskaliert hier ein Streit mit nationalsozialistischen Kommilitonen? Als dem Ermittler Wilhelm Fodor in einem Drohbrief nahegelegt wird, die Nachforschungen einzustellen, greift er zu unkonventionellen Methoden und gerät dabei zwischen die Räder der internationalen Politik.

Mit ihrem zwölften Roman „Eine Melange für den Schah“ entwirft Sabina Naber, eine studierte Historikerin, einen komplex konstruierten Kriminalfall und schafft ein authentisches Sittengemälde.

Warum ausgerechnet der Schah, eine Person der Vergangenheit, die heute schon vielfach in Vergessenheit geraten ist? Sabina Naber: „Ohne zu viel zu verraten, er spielt in dem Buch nicht die Hauptrolle. Aber der persische Herrscher war eine faszinierende Person, die einen eigenen Band wert wäre. Er geisterte damals gemeinsam mit seiner Gattin Farah Diba durch alle Klatschblätter. Diese spannende Figur war einerseits ein Despot, in dessen Land gefoltert wurde, andererseits führte er das Frauenwahlrecht ein und setzte Landreformen durch.“

Neuerdings auch eine Fotokünstlerin

Spannend ist auch die Tätigkeit, die die Autorin seit kurzer Zeit ausübt. Sie fotografiert das Verborgene hinter dem Offensichtlichen, bei allen Bildern handelt es sich um Spiegelungen auf glatten Flächen wie Eis oder Wasser; puristisch aufgenommen und verarbeitet (ohne Doppelbelichtung oder dergleichen). Eine Ausstellung mit diesen Kunstwerken im Mittelpunkt ist für April geplant.

Wenn der Trubel der Großstadt einmal zu groß wird, weiß Sabina Naber, was sie zu tun hat: „Ich bin gerne in Traismauer, denn hier kann ich wunderbar abschalten“, sagt die 53-Jährige.