Traismauer

Update am 26. Juni 2018, 07:45

von Alex Erber

Exklusiv: Aus für geplanten Windpark. Das geplante Windkraftprojekt in der Römerstadt Traismauer (Bezirk St. Pölten) wird nicht verwirklicht.

Symbolbild  |  NOEN, BVZ/Müllner

Das geplante Windkraftprojekt in der Römerstadt wird nicht verwirklicht. Die potenziellen Betreiber W.E.B. und Schwarzenbohler Naturkraft haben alle diesbezüglichen Anträge bei den Behörden zurückgezogen: „Der Widerstand gegen das Projekt war zu groß“, erklärt W.E.B.-Pressesprecherin Beate Zöchmeister im NÖN-Exklusivgespräch.

Ob es Zurufe aus der Politik gegeben hat? „Zurufe würde ich jetzt nicht sagen, aber Appelle“, so Zöchmeister vielsagend. Geplant war die Errichtung von fünf Windrädern.

"Schritt kommt für die Gemeinde überraschend"

SP-Bürgermeister Herbert Pfeffer zeigte sich in einer ersten Reaktion einerseits enttäuscht: „Dieser Schritt kommt für die Gemeinde überraschend. Die genauen Gründe sind uns noch nicht bekannt, weil die Stadtgemeinde Traismauer in der derzeitigen Genehmigungsphase lediglich einen Beobachterstatus hat. Die Hauptaufgabe der Gemeinde war es den Widmungsprozess der Teilflächen einzuleiten, die Errichtung der Windkraftanlagen wäre in der Kompetenz des Landes gelegen.“

Andererseits sagt Pfeffer: „Selbstverständlich ist der Schritt der W.E.B zur Kenntnis zu nehmen, ja vielleicht sogar zu begrüßen, da ein Thema, das sich bis in die Ewigkeit zu ziehen drohte, nun endgültig entschieden ist. Und die Möglichkeit eröffnet, die Wege in die Zukunft erneuerbarer Energie neu zu denken.“

Herzogenburgs SP-Bürgermeister Franz Zwicker war von Beginn an Gegner der Windräder: „Ich habe immer darauf gehofft, dass auch auf die Überlegungen der Nachbargemeinden eingegangen wird. Ich freue mich nun, dass unsere Stadt nicht von Windrädern umzingelt sein wird.“


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