Hochwasserschutz muss weiter warten. Unterschriften-Aktion liegt beim Land. Wenn fehlende Unterlagen geliefert werden, sollen 2020 Arbeiten starten.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 21. Juni 2019 (02:18)
Günther Schwab
Um die Fertigstellung des Hochwasserschutzes am linken Traisenufer zu beschleunigen, iniitierte Walter Knopf eine Unterschriften-Liste. Diese wurde von 500 Traismaurern unterzeichnet.

Über 500 Bürger setzten ihr Autogramm auf die Unterschriftenliste für den Hochwasserschutz – mit dem Ziel, den Bau der letzten Etappe, dem Lückenschluss zwischen Oberndorfer Steg und Traisenbrücke am linken Ufer, zu beschleunigen.

„Ich habe sie dem Bürgermeister überreicht, der hat sie Anfang Mai an Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf geschickt“, erklärt Initiator Walter Knopf. Etwas geknickt zeigt sich der Initiator, weil er immer noch keine Antwort erhalten habe. „Ich weiß nicht, ob die Liste angekommen ist, und schon gar nicht, wann mit dem Bau jetzt wirklich begonnen wird“, meint er.

In der Abteilung für Hochwasserschutz vom Land NÖ steht man schon bereit. Zumindest versichert man das auf NÖN-Anfrage. Die wasser- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen wurden bereits eingeholt. Um die letzte Etappe des Hochwasserschutzes bauen zu können, fehlen jedoch noch einige Unterlagen.

„Wir brauchen noch die Bestätigung zur Übernahme des Interessensbeitrages der Gemeinden Nussdorf und Traismauer“, meint Norbert Knopf (nicht verwandt oder verschwägert mit Walter Knopf). Damit rechne man aber in den nächsten Wochen. Ebenso seien die Förderunterlagen vom Planer noch anzupassen. Zusätzlich braucht es noch die Finanzierungszusage des Bundes und der ÖBB, die ebenfalls Projektpartner sind.

Wenn bis dahin alle offenen Punkte geklärt wurden, soll 2020 mit der Fertigstellung begonnen werden können. „Wir unterstützen das Anliegen, möglichst schnell den Hochwasserschutz für die Gemeinden herzustellen“, meint Norbert Knopf.