Regionalität ist der Trumpf in der Krise. Auf Initiative von Stadtgemeinde und Werbeverein ist Info-Plattform für Betriebe, Handelseinrichtungen sowie für Landwirte, Winzer und Ab-Hof-Vermarkter installiert worden.

Von Günther Schwab. Erstellt am 03. April 2020 (05:24)
Bürgermeister Herbert Pfeffer: „Für heimische Wirtschaft wird es noch schwierig werden.“ (links)
WWT-Obmann Alexander Simader: „Bedanke mich bei den engagierten Kaufleuten.“ (rechts)
NOEN

„EinkaufZone“ nennt sich eine neue Seite auf Facebook, die auf Initiative des Werbevereins Wirtschaft Traismauer (WWT) und der Stadtgemeinde ins Leben gerufen worden ist.

„Sie ist ein Angebot an die Traismaurer Bevölkerung, aber auch eine Werbeplattform für unsere Betriebe, Handelseinrichtungen sowie Landwirte, Winzer und Ab-Hof-Vermarkter“, erklärt Bürgermeister Herbert Pfeffer.

Die Informationsplattform werde nachhaltig wirken und auch über die Coronazeit hinaus Bestand haben.

„Für die heimische Wirtschaft wird es noch sehr schwierig werden. Es ist mit einer weitreichenden Krise zu rechnen, die auch noch lange nach Ende der Ausgangseinschränkungen andauern kann. Umso wichtiger erscheint mir hier, dass die ersten unserer Geschäfte und Gasthäuser angefangen haben, einen Lieferservice aufzubauen. Damit unterstützen sie nicht nur jene Menschen unserer Stadt, die zu einer Risikogruppe gehören, sondern tun einen gewaltigen Schritt für die Gesellschaft, denn derzeit sollte jeder Weg - wenn möglich - vermieden werden, betont Pfeffer.

WWT-Obmann Alexander Simader ergänzt: „Besonders freut mich, dass diese Unternehmen mit dem Lieferservice sich auch gegen jene Großkonzerne etablieren, die mit Regionalität, regionaler Wertschöpfung und Nachhaltigkeit zwar gerne werben, aber im Grunde die kleinstrukturierte Wirtschaft seit Jahren gefährden. Als Obmann der Traismauer Wirtschaft bedanke ich mich bei den engagierten Kaufleuten, die sich nicht unterkriegen lassen und täglich wichtige Produkte an die Traismaurer liefern. Diese wiederum bitte ich, zuerst bei unseren Unternehmen nachzufragen und auch in der Krise zu Hause einzukaufen, anstelle bei internationalen Großkonzernen über das Internet.“

Die „EinkaufZone“ verfolgt eine klare Strategie: „Unser Ziel ist, der regionalen Wirtschaft ein wirksames Kommunikationsinstrument für die Zukunft zur Verfügung zu stellen. Genau das ist unsere Botschaft! Unsere Betriebe, Handelseinrichtungen sowie unsere Kaufleute, die regionalen Nahversorger, Landwirte, Winzer und Ab-Hof-Vermarkter werden es ihren Kunden danken. Diese wiederum sichern mit ihrem Einkauf in Traismauer unseren Wirtschaftsstandort und den Branchenmix in unserer Stadtgemeinde. Gemeinsam wird uns das gelingen, so der Bürgermeister.

„Abstand halten und Zusammenrücken“

Ansonsten ersucht der Stadtchef die Bevölkerung, weiterhin zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken: „Traismauer ist Vielfalt und Lebensqualität! Halten wir jetzt Abstand – aber rücken wir zusammen, wenn es um unsere Stadt und um die Gesundheit unserer Bevölkerung geht!“