Süleyman Zorba: Kaum angelobt und schon dreist beklaut. Während Dreharbeiten in der Innenstadt nutzte Täter die kurze Ablenkung von Nationalratsabgeordnetem Süleyman Zorba.

Von Alex Erber. Erstellt am 12. November 2019 (06:14)
Diebstahlsopfer Süleyman Zorba: „Ich muss auf meine Sachen künftig ganz einfach besser aufpassen.“
Lisa Zederbauer

Opfer eines dreisten Diebstahls ist Neo-Nationalratsabgeordneter Süleyman Zorba von Grünen geworden.

Und zwar nicht etwa in der Großstadt Wien, wo der Mandatar beruflich tätig war und nunmehr als Parlamentarier wirkt, sondern ausgerechnet in seinem Wohnort Traismauer. Unmittelbar nach der Angelobung in den heiligen Hallen des Parlaments drehte ein Fernsehteam einen informativen Beitrag mit dem und über den Jung-Abgeordneten.

„Auf dem Tablet befanden sich zum Glück keine vertraulichen Daten.“ Süleyman Zorba

In der Wiener Straße, in unmittelbarer Nähe zum Fachgeschäft United Optics, deponierte Zorba während der Aufnahmearbeiten seinen Rucksack an einer Hausecke. Er selbst befand sich etwa 15 bis 20 Meter entfernt.

Als er rund zwei Minuten später seinen Rucksack holen wollte, war er wie vom Erdboden verschwunden. Der 26-Jährige fotografierte sofort den „Tatort“ und ersuchte in einem sozialen Netzwerk den „ehrlichen Finder“, den Rucksack zu retournieren. Es war vorhersehbar, dass es keinen „ehrlichen Finder“ gibt, der Täter hatte die kurze Ablenkung beim Filmdreh zum Diebstahl ausgenutzt.

Endgültige Gewissheit erhielt Zorba, als Mitarbeiter der Stadtgemeinde seinen Reisepass im Müll beim Friedhof fanden. Den Pass hat er wieder, nicht aber das Tablet und einen Schlüsselbund: „Auf dem Tablet befanden sich keine vertraulichen Daten“, hatte der Bestohlene noch Glück im Unglück. Die Konsequenz, die er zieht: „Vielleicht war ich bisher ein wenig nachlässig, ich muss auf meine Sachen künftig einfach besser aufpassen.“