Aufstieg zum Tourismus-Chef löst Unmut aus

Der Wölblinger Peter Sigmund lenkt ab Jänner Tourismusregion Waldviertel. Zunächst muss er die hohen Wogen glätten.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:00
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Peter Sigmund (Bild) tritt mit 1. Jänner 2022 die Nachfolge von Andreas Schwarzinger an.
Foto: Martina Siebenhandl

Für Unverständnis, Ärger und Aufregung hat die NÖ Werbung gesorgt. Eine „externe Evaluierung“ habe dem Tourismussystem und seinen Strukturen ein gutes Zeugnis ausgestellt. Allerdings müsste die Funktionsdauer der Geschäftsführer der sechs Destinationen künftig zeitlich befristet werden. Bisher hatten sie unbefristete Verträge.

Die folgende Neuausschreibung hatte es in sich, denn vier der sechs Geschäftsführer wurden nicht bestätigt. Besonders groß war die Verwunderung im Waldviertel, wo sich Andreas Schwarzinger einen hervorragenden Namen gemacht hat. Weil Aufsichtsratsvorsitzender Maximilian Igelsböck, er ist ÖVP-Bürgermeister in Groß Gerungs, erst aus den Medien von der bevorstehenden Ablöse Schwarzingers erfuhr, trat er sofort zurück.

Zum Nachfolger wurde der Wölblinger Peter Sigmund bestimmt, der sich nach über 15-jähriger - ebenso erfolgreicher - Tätigkeit bei der Destination Donau NÖ für den Job im Waldviertel beworben hatte. Der dreifache Familienvater bringt profunde Kenntnisse aus dem Medien- und Kommunikationsbereich mit und kann auch auf eine langjährige Erfahrung im internationalen Marketing verweisen. Er hat 2009 die Regionalbetreuung für die Region Wachau-Nibelungengau-Kremstal übernommen und leitet seither das Tourismusbüro Wachau-Nibelungengau-Kremstal in Spitz. Ab 1. Jänner 2022 wird sein Dienstort Zwettl sein: „Ich freue mich sehr auf meine Aufgabe“, blickt der 46-Jährige voraus.