Verspäteter Spatenstich für Pulkauer Kläranlage. Drei Gemeinden sind an Verbandskläranlage beteiligt. Projekt bis 2022.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 03. Juni 2020 (04:06)
Beim Spatenstich dabei (v.l.): die Bürgermeister Stefan Schmid, Leo Ramharter und Markus Baier, die Bautechniker Martin Peschl und Günther Hahn sowie Stadtamtsdirektor Robert Schiel.
Franz Enzmann

Am Standort der Pulkauer Kläranlage wird eine neue, gemeinsame Verbandskläranlage für die Stadtgemeinden Pulkau und Schrattenthal sowie die Zellerndorfer Katastralgemeinde Pillersdorf errichtet. Mit der Bauphase 1 wurde bereits im April begonnen. Nach den „Corona-Lockerungen“ fand nun im kleinen Kreis eine Spatenstichfeier auf der Großbaustelle statt.

Neubau wird in zwei Phasen erfolgen

„Die beiden bestehenden Anlagen in Pulkau und Obermarkersdorf sind schon Jahrzehnte im Betrieb und entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik“, erklärte Abwasserverbandsobmann Leo Ramharter.

Um den gestiegenen Anforderungen bei der Abwasserreinigung gerecht zu werden, erfolgt der Neubau in zwei Phasen. Der erste Abschnitt umfasst die Errichtung der Kläranlage und soll im Juni 2021 fertiggestellt sein. In der zweiten Bauphase werden die Transportleitungen von Schrattenthal nach Pulkau verlegt. Diese Arbeiten beginnen voraussichtlich im Juli 2021 (bis Juni 2022).

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Die Reinigung der Abwässer erfolgt künftig nach mechanischem, biologischem und chemischem Prinzip. Große Verunreinigungen und Sand werden zuerst mit Rechen und Sandfang entfernt. Anschließend werden im Herzstück der Anlage, dem Belebungsbecken, die Inhaltsstoffe des Abwassers durch Bakterien und Mikroorganismen in körpereigene Substanzen umgewandelt.

Bund fördert ein Fünftel, Land 13,85 Prozent

Die Trennung der sich rasant vermehrenden Mikroorganismen vom gereinigten Abwasser erfolgt im Nachklärbecken. So wird die Schmutzfracht im Abwasser um bis zu 98 Prozent reduziert und dann in die Pulkau eingeleitet. Als Rückstand bleibt Bioschlamm übrig, der in der Kläranlage entwässert und danach kompostiert wird.

Die Bauaufsicht liegt bei der Wiener Ingenieurgemeinschaft „Umweltprojekte“. Die Förderung für das 5-Millionen-Euro-Projekt belaufen sich auf 20 Prozent vom Bund und 13,85 Prozent vom Land.