Hollabrunn

Erstellt am 18. Mai 2018, 10:53

von NÖN Leserreporter

Abfallbeauftragte in der HTL Hollabrunn Maschinenbau. Abfallaufkommen – es wird immer schlimmer!

Schülerinnen und Schüler der 4AHMBU  |  HTL Hollabrunn

Schüler des Ausbildungsschwerpunktes Umwelt- und Verfahrenstechnik stellen ihr Abfall- und Umwelt-Know-how im Rahmen einer extern zertifizierten Prüfung unter Beweis und sind zukünftige Experten im Bereich Abfall.

Gefährliche Abfälle, die in der Produktion aber auch im Haushalt anfallen, müssen erkannt, klassifiziert, richtig gelagert und gesetzeskonform entsorgt werden. Diese entstehen unter anderem durch den Einsatz gefährlicher Stoffe. Einen nicht gefährlichen Ersatz dafür zu finden wäre schon eine große Erleichterung in der Abfallfrage und zur Verminderung der Belastung unserer Umwelt.

Aber auch nicht gefährliche Abfälle machen unserer Gesellschaft zusehends Probleme, da das Aufkommen weltweit kontinuierlich ansteigt.
Bewusstsein zu schaffen und für eine gesetzeskonforme Abwicklung zu sorgen, sei es schon beim Einkauf, beim Einsatz von Materialien in der Produktion, bei der Abfalltrennung, bei der Aufbereitung, beim Recycling, bei der Lagerung und der Entsorgung von Stoffen und Abfällen, ist eine wesentliche Aufgabe des Abfallbeauftragten in kommunalen Einrichtungen und in Industriebetrieben.

Der 4. Jahrgang der Fachrichtung Maschinenbau mit dem Ausbildungsschwerpunkt Umwelt- und Verfahrenstechnik konnte auch heuer wieder sein spezielles Abfall-und Umwelt-Know-how mit besonderen Leistungen bei der extern zertifizierten Abfallbeauftragtenprüfung unter Beweis stellen.

Alle Kandidaten haben mit gutem Erfolg bestanden

Alle 13 Kandidaten konnten diese Herausforderung durch fachliche Exzellenz mit gutem Erfolg bestehen.

Die Prüfungen wurden von Herrn Univ.-Lektor MR DI Dr. Widerstein (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus) im Bereich Abfallrecht und Herrn DI Dr. Kanzian (Fa. KEC) im Bereich Abfalltechnik durchgeführt. Die erfolgte Qualifikation zum Abfallbeauftragten wird durch ein Zertifikat bestätigt und ist österreichweit gültig. Mit dem Abschluss der Ausbildung sind die Schülerinnen und Schüler daher berechtigt, die Tätigkeit als Abfallbeauftragte/Abfallbeauftragtee gem. AWG 2002 auszuüben.

Abgesehen von dieser Zusatzqualifikation ist es wichtig, jungen Menschen die Bedeutung und Gefahr des immer größer werdenden Abfallvolumens bewusst zu machen und vielleicht so Multiplikatoren in der Gesellschaft zu haben, die ihr Wissen auch dazu nutzen, Menschen in ihrem Umfeld für diese Thematik zu sensibilisieren.

Mag. Dr. Andreas Franz, Ing. Leopold Mayer, MBA – vorbereitende Lehrer für diese Prüfung