Nach Schlagfallenunfall: Tierbesitzer in der Pflicht?. Tierschützerin wünscht sich mehr Sensibilität von Katzenbesitzern.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 15. Mai 2019 (05:01)
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Eine, die auf den Alberndorfer Unglücksfall mit der Schlagfalle reagiert hat (wir hatten berichtet, siehe hier)  und sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzt, ist die Wiener Tierschützerin Michelle Missbauer. „Die Tierbesitzer lassen ihre Katzen überall ungesichert raus und dann ist das Gejammer groß, wenn etwas passiert“, appelliert sie an Betroffene, ihre Vierbeiner nicht leichtsinnig Gefahren auszusetzen. „Vermisstensuchmeldungen und Totfundmeldungen werden mittlerweile beinahe im Minutentakt gepostet.“

Es gebe sehr viele Katzenhasser und deswegen sei es enorm wichtig, die Tiere zu schützen. „Man kann aus jedem Garten und jedem Balkon ein kreatives und sicheres Katzenparadies gestalten“, meint Missbauer, dass es gar nicht notwendig sei, die Stubentiger draußen herumstreunen zu lassen. Doch sogar, wenn bekannt sei, dass ein Tierquäler herumläuft, werde seitens vieler Tierbesitzer nicht reagiert.

„Die Katze hat übrigens eine gesetzliche Sonderstellung, denn kein weiteres Haustier darf ungesichert raus“, merkt die Wienerin an, die sich ein Gesetz gegen den ungesicherten Freigang von Katzen wünscht. Allerdings: Oft werde man von Tierhaltern massiv beleidigt, wenn man diesbezüglich Aufklärungsarbeit leistet.

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