Arbeitslosigkeit ging im Bezirk Hollabrunn stark zurück. Josef Mukstadt, Leiter der AMS-Geschäftsstelle präsentiert eine positive Bilanz der Arbeitsmarktzahlen für den Jänner.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 05. Februar 2019 (12:33)
Semrad
„Die gute Konjunktur und die gestiegene Kaufkraft machen sich in allen Branchen, allen voran im Handel bemerkbar“, berichtet AMS-Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt.

1.729 Arbeitslose wurden Ende Jänner im AMS Hollabrunn gezählt, um fast zehn Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Der Bezirk Hollabrunn verzeichnete damit nach Horn (-11,3 %) den größten Rückgang der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich. 16 Jahre ist es her, dass es eine niedrigere Winterarbeitslosigkeit gab.

Konjunktur ist gut, Kaufkraft steigt

Rechnet man jene Jobsuchende dazu, die sich in Schulung befinden – diese werden in der Statistik nicht als arbeitslos gezählt und sind um 41 weniger als im Vorjahr – ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Hollabrunn mit 10,1 Prozent ebenfalls zweistellig. „Die gute Konjunktur und die gestiegene Kaufkraft machen sich in allen Branchen, allen voran im Handel bemerkbar“, berichtet AMS-Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt. Der Bauwirtschaft sei der verhältnismäßig milde Winter entgegengekommen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt mit 165 offenen Stellen um rund neun Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.

Job-Chancen für Ältere steigen

Besonders erfreulich sei, dass Frauen von der guten Beschäftigungslage mit einem Rückgang um 9,1 Prozent nahezu gleich profitieren wie Männer (-10,2 %). Durch die gute Konjunktur vergrößern sich außerdem die Arbeitsplatzchancen für die ältere Erwerbsgeneration. Bei den über 50-Jährigen gibt es um 4,9 Prozent weniger Arbeitslose.

Intensive Vermittlungsbemühungen tragen Früchte

Deutlich verbessert haben sich die Jobaussichten für Anlernkräfte und Langzeitarbeitslose. „Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Jobsuchenden, die nicht mehr als den Pflichtschulabschluss vorweisen können, um fast 100 Personen oder 11,8 Prozent und die Langzeitarbeitslosigkeit um ein Fünftel zurückgegangen," verweist Mukstadt auf intensive Vermittlungsbemühungen. „Geht man davon aus, dass 42 Prozent aller Arbeitslosen über keine Berufsausbildung verfügen, lässt sich die Bedeutung dieses Potenzials sowohl für die Jobvermittlung als auch für eine Qualifizierung erkennen.“

AMS
Im Jänner 2003 war die Saisonspitze der Arbeitslosigkeit zuletzt niedriger, als das momentan der Fall ist.