Retz

Erstellt am 17. Januar 2019, 05:02

von Karin Widhalm

Retz taucht in die Ski-Welt ein. Weinberg-Skiclub scharte Freunde um sich, um Athlet Johannes Aujesky zu unterstützen.

Johannes Aujesky mit dem Skihelm.  |  NOEN

„Alles wird man in Retz erwarten, aber dass es einen Skiclub gibt ...“, lacht selbst Heinz Aujesky, Obmann des „Retzer Weinberg-Skiclubs“. Die Idee entstand in den früheren Morgenstunden in Lech am Arlberg, die Gründungsurkunde der skifahrenden Freunde war ein Bierdeckel und die ersten Ziele waren „teilweise hochtrabend“.

Alles war schon vorbereitet für eine Skipiste am Hauptplatz. „Nur hat es uns einfach an den Temperaturen gefehlt“, lächelt Aujesky. Ihr jetziges Ziel ist nicht vom Retzer Wetter abhängig und dennoch ungewöhnlich. Die Existenz des Vereins erlangt dank eines Helmsponsorings größere Bekanntheit.

Retz unterstützt den Skicrosser Aujesky

50 Gäste kamen am Samstag in die Tourismusschule, um bei Wild, Wein und Käse mit ihrem Beitrag den ÖSV-Skicrosser Johannes Aujesky, Neffe des Vereinsobmanns, zu unterstützen. Großsponsoren schlossen sich an, damit der Sportler dank 6.000 Euro das Logo des Skiclubs mit der Windmühle auf dem Helm tragen kann (wir hatten berichtet, siehe hier und unten).

Er lernte als Bub das Skifahren im Garten hinter dem elterlichen Haus. „Sein Vater Robert hätte es auch einmal weit bringen können. Er hatte nur nicht dieses Umfeld gehabt“, erzählt Hans Schagerl aus Scheibbs, der mit den Aujeskys freundschaftlich verbunden ist und durch den Abend führte.

Der Vater hat seinem Sohn eine sportliche Karriere ermöglicht. Im alpinen Bereich hat es knapp nicht geklappt, dann ist der junge Athlet auf Skicross gestoßen. Die Schnelligkeit und die Sprünge sprachen ihn an.

Johannes Aujesky reiste am Montag nach Schweden, dann geht’s nach Kanada. Sein großes Ziel ist, bei der Weltmeisterschaft in Utah (USA) teilnehmen zu dürfen. Viele Retzer verfolgen schon jetzt seine Starts im TV.