Hollabrunn als „Kulturfreundlichste Gemeinde“ geehrt. Nach Retz im vergangenen Jahr wurde heuer Hollabrunn als „Kulturfreundlichste Gemeinde“ im Bezirk ausgezeichnet.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 07. März 2019 (03:43)
Marion Helmhart
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gratulierte gemeinsam mit Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber und NÖN-Chefredakteur-Stellvertreter Thomas Jorda der Gemeinde zur Auszeichnung. Esfreuten sich: Kulturstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly, Manfred Breindl, Margit und Gerhard Dungl, Ilse undRichard Frühwirth, Brigitte und Karl-Heinz Jirsa, Robert Petschinka, Karl und Peter Riepl, Dorli Draxler, Martin Haslinger, Roswitha Bauder, Maria Breindl, Stefanie Zorzi und Norbert Mayerhofer.

140 Gemeinden aus allen Bezirken Niederösterreichs beteiligten sich an der Wahl zur „Kulturfreundlichsten Gemeinde“. Bewertet wurden unter anderem die Bandbreite des regionalen Kulturangebots, nachhaltige Kulturvermittlung, besonders herausragende Kulturinitiativen, Kultur an ungewöhnlichen Orten sowie die finanzielle und ideelle Unterstützung der Kulturschaffenden durch die Gemeinde.

Vergangene Woche fand die Auszeichnung der Siegergemeinden im Landtagssaal in St. Pölten durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner statt und Hollabrunn reiste mit einer großen Delegation an, um sich über diese Ehrung zu freuen.

„Besonders hilfreich ist diese Auszeichnung für die Nachwuchsarbeit der Stadtmusik und auch des Theatervereins.“Karl-Heinz Jirsa, Stadtmusik- und Theatervereins-Obmann

„Als Kulturstadträtin freut es mich besonders, dass sich Hollabrunn gegenüber den Mitbewerbern durchsetzen konnte. Für mich ist Kultur ein wichtiges Gut, das gehegt und gepflegt gehört, und ich hoffe, dass sich Hollabrunn auch in Zukunft kulturell hervortun kann“, erklärt Elisabeth Schüttengruber-Holly, die den Preis entgegennahm.

Der Stolz auf diese Anerkennung ihrer Arbeit ist den Engagierten in den Kulturinitiativen anzumerken. „Sie motiviert und beflügelt uns, auch künftig Neues zu erproben und kreative Ideen umzusetzen“, so Karl-Heinz Jirsa, der in der Doppelrolle als Obmann der Stadtmusik und des Theatervereins an dem Festakt teilnahm und ergänzt: „Besonders hilfreich ist diese Auszeichnung für die Nachwuchsarbeit.“

„Das kulturelle Angebot in Hollabrunn ist unglaublich dicht und vielfältig. Es umfasst alle Disziplinen und reicht von schräg bis klassisch, von zeitgenössisch bis traditionell, von Kleinkunst bis große Bühne“, freut sich Manfred Breindl, der mit „Kultur und Kino im Keller“ die Sitzendorfer Kellergasse kulturell belebt hat.

Was aber für viele Engagierte am meisten zählt, ist, wahrgenommen zu werden. „Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat sich über die Kulturmü’µ erkundigt und ihre Freude darüber ausgedrückt“, erzählt Maria Breindl, Kassierin des Vereins. „Ich glaube, dass diese Auszeichnung sowohl den Einsatz der ehrenamtlich Tätigen als auch die Leistungen der Gemeinde entsprechend würdigt“, sagt Margarita Motschka von der Kulturmü’µ.

„Für uns als Betreiber der Galerie grenzART ist diese Auszeichnung für die Stadt Hollabrunn ein Zeichen in die richtige Richtung; vielleicht ein Impuls für die politischen Vertreter der verschiedenen Parteien, weiter auf Kultur in der Stadt zu setzen“, setzt grenzART-Obmann Robert Petschinka die Würdigung auch in einen politischen Kontext und wünscht sich, „dass mehr Bewohner der Stadt und der umliegenden Gemeinden dieses vielfältige Angebot noch mehr nützen würden“.