„Die Ideen gehen mir nicht aus“. Was tun die Geschäftsleute im Ort, um erfolgreich zu sein, und warum kaufen Kunden dort gerne ein?

Von Romana Schuler und Barbara Witzany. Erstellt am 27. November 2019 (05:36)
Nahversorger in Sitzendorf: „Sabine Svitala und Yvonne Winkler sowie mein Ehemann Bernhard unterstützen mich. Ohne diese hervorragende Hilfe wäre das Geschäft in dieser Form nicht möglich“, ist Quereinsteigerin Verena Neuhold-Bertow sehr dankbar. „Sie sind Engeln“, meint Stammkundin Hildegard Schneider.
Barbara Witzany

Seit über 90 Jahren ist die Familie Eichhorn Nahversorger in der Gemeinde Hadres. „Gott sei Dank gibt es den Eichhorn noch bei uns“, ist die Meinung vieler Einheimischer. Der kleine Supermarkt bietet seinen Kunden ein vielfältiges Sortiment an.

So finden sich neben Lebensmitteln auch Werkzeuge und Haushaltsgeräte. „Und wenn das, was wir wollen, einmal nicht da ist, dann bemüht sich der Christian sehr, dass man es bekommt“, sagt eine Kundschaft über Kaufmann Christian Eichhorn.

Mit durchgehenden Öffnungszeiten von 7 bis 19 Uhr und Hauszustellung von Geräten samt Montage bietet „der Eichhorn“ umfassendes Kundenservice. Dazu ist es dem Nahversorger ein besonderes Anliegen, mit persönlicher Beratung auf die Wünsche seiner Kunden einzugehen. Er ist überzeugt davon, dass dies einer der Gründe ist, warum er trotz Internet bestehen kann.

Das freundliche, langjährig tätige Personal ist ebenso ein Qualitätsmerkmal, das viele Kunden schätzen. Nicht zu vergessen der soziale Aspekt: Der Hadreser Nahversorger ist ein Ort, wo man sich gerne trifft und sich austauschen kann.

„Eichhorn super“ und „Verena besorgt alles“

„Ich finde den Eichhorn super, man ist freundlich hier, eigentlich passt alles. Wenn ich mir noch was wünschen könnte, dann noch mehr Bioprodukte“, meint eine Kundin beim Verlassen des Geschäfts.

Verena Neuhold-Bertow hat vor zwei Jahren den Nahversorger in Sitzendorf übernommen – als Quereinsteigerin. Ursprünglich kam sie aus dem Bankwesen.

„Das Geschäft hat sich bis jetzt sehr gut entwickelt“, freut sich Neuhold-Bertow. Sie führt das auf die zahlreichen Neuerungen und das umfangreiche Service zurück. „Ich gehe auf die Wünsche meiner Kunden ein. Mittlerweile heißt es: „Geh zu Verena, die besorgt dir alles.“ Auch die Kaffee-Ecke erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Frühstück vor der Arbeit und oder ein Kaffee am Nachmittag werden gut angenommen. Ein Projekt ist nicht so leicht umzusetzen, nämlich die Vermeidung von Kunststoff. Aber auch hier ist Lösung parat, demnächst werden Sackerl aus Maisstärke verwendet.

Der Erfolg gibt Neuhold-Bertow recht, das Geschäft erfreut sich zunehmender Beliebtheit. „Die Ideen gehen mir nicht aus, ich biete nun auch selbstgemachte Aufstriche an.“ „Zukunftsmusik“ seien Brötchen im Angebot. Sehr gut angenommen werden die regionalen Produkte.

Zu den Innovationen gehören zudem kleine Veranstaltungen, wie zum Beispiel am 13. und 14. Dezember. Da gibt es Gulaschsuppe, Burger, Pommes und Waffeln im Rahmen eines kleinen Adventmarkts in Kooperation mit der Landschaftspflege Sitzendorf. „Auch diese Form der regionalen Zusammenarbeit ist mir wichtig“, betont Neuhold-Bertow. Ganz wichtige Pfeiler am Weg zum Erfolg seien die Familie und das Team im Geschäft.

Zu den Stammkunden gehört Hildegard Schneider aus Kleinkirchberg. „Ich bin sehr zufrieden, ich bin immer da. Für mich ist das gesamte Angebot sehr gut. Vor allem die Atmosphäre im Geschäft ist einmalig. So freundlich und hilfsbereit – sie sind richtige Engeln.“

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