Eduard Widhalm ist neuer Polizeichef. Im Juli übernahm er interimistisch von Otto Schwingenschlögl, nun wurde Eduard Widhalm unter vier Bewerbern fix zum Bezirkspolizeichef in Hollabrunn befördert.

Von Sandra Frank und Christoph Reiterer. Erstellt am 02. Dezember 2020 (05:14)
Verbrieft: Landespolizeidirektor Franz Popp (l.) und sein Stellvertreter Rudolf Slamanig (r.) mit dem frisch gebackenen Hollabrunner Bezirks- polizeikommandanten Eduard Widhalm.
LPD NÖ

„Es ist schön, wenn man erfährt, dass man es wird“, freut sich Eduard Widhalm über seine Beförderung: Seit 1. Dezember ist er Bezirkspolizeikommandant in Hollabrunn. Damit tritt er in die Fußstapfen von Otto Schwingenschlögl. Die beiden arbeiteten fast zwei Jahrzehnte lang Seite an Seite.

Seit 1. Juni 2001 war Widhalm der Stellvertreter des Bezirkspolizeichefs. Dass er sich als dessen Nachfolger bewirbt, war für den 57-Jährigen ein logischer Schritt. „Es ist sehr fein, dass ich jetzt die Führung bekomme. Ich kenn’ die Mitarbeiter und ich kenn’ den Bezirk“, denkt der Göllersdorfer an die knapp 120 Polizisten der neun Dienststellen, die ihm nun unterstellt sind.

„Ich bin kein anderer Mensch, nur weil ich Kommandant geworden bin“, erzählt er lachend. Er habe jetzt teilweise andere Aufgaben, aber nach wie vor sei das oberste Gebot, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

„Wenn ich etwas anschaff’, dann will ich auch dabei sein.“ Eduard Widhalm, seit 1.12. neuer Bezirkspolizeichef in Hollabrunn

Das Klima in der Hollabrunner Polizeidienststelle sei sehr gut, das Team arbeite gut zusammen, betont Widhalm, der gelernter Tischler ist und sogar drei Jahre als Verkäufer im Holzhandel arbeitete. Mit 23 Jahren bewarb er sich dann bei der damaligen Gendarmerie. Seine erste Dienststelle war 1987 in Gerasdorf bei Wien. „Dann bin ich heim nach Göllersdorf gekommen“, berichtet Widhalm von der Zwischenstation, bevor es für ihn weiter nach Wien in die Kriminalabteilung NÖ, das heutige Landeskriminalamt, ging.

Dort war er als einer von insgesamt sechs Beamten für Raub in ganz Niederösterreich zuständig, ehe er 1997 nach Hollabrunn versetzt wurde. „Wir hatten damals schon unsere vier Söhne“, wollte der Familienvater näher bei seiner Familie sein. In Hollabrunn war er zunächst Sachbearbeiter, machte dann die Ausbildung zum Offizier, kam 2001 zurück in den Bezirk, um im selben Jahr stellvertretender Bezirkspolizeikommandant zu werden.

Nicht nur Schreibtisch-Arbeit

Ausschließlich am Schreibtisch sitzen will der 57-Jährige aber nicht, darum möchte er weiterhin Verkehrsreferent bleiben. „Da bist du draußen und hast den Bezug zur Basis und zur Bevölkerung.“

Bei Schwerpunkteinsätzen, wie etwa Planquadraten, ist der Kommandant gern vor Ort. „Das hat Vorbildwirkung. Wenn ich etwas anschaff’, dann will ich dabei sein“, sagt Widhalm, der zudem die gute Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft hervorstreicht, die er in bewährter Weise fortsetzen will. Von Landespolizeidirektor Franz Popp wird der neue Hollabrunner Bezirkspolizeichef in höchsten Tönen gelobt. „Er ist seit ewigen Zeiten im Bezirk, ein ähnlicher Typ wie sein Vorgänger und er wird das entsprechend meistern“, freut sich Popp, dass die Wahl – wie vorgeschlagen – auf Widhalm fiel.

Weil es auch einen Bewerber aus Wien gab, erfolgte die Entscheidung über die Personalabteilung im Innenministerium und den Zentralausschuss, dem mit Reinhard Zimmermann übrigens auch ein Beamter aus dem Bezirk Hollabrunn vorsteht.