Sommer nach Ibiza-Gate: „Perfide Machtgeilheit der VP“. Manfred Baumgartner fehlen die Worte, Michael Sommer nennt Ibiza-Videos eine „Sauerei“, gibt sich aber kämpferisch.

Von Sandra Frank und Sandra Donnerbauer. Erstellt am 22. Mai 2019 (05:15)
FPNÖ
„Wir lassen uns den erfolgreichsten Innenminister aller Zeiten nicht rausschießen“, hält auch FP-Stadtparteiobmann Michael Sommer zu Herbert Kickl.

Alberndorfs FPÖ-Vizebürgermeister Manfred Baumgartner fehlen zum Verhalten von Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus die Worte: „Was soll ich sagen, ich habe es nicht verbrochen.“ Entsetzt ist er davon, dass Sebastian Kurz „die Reißleine gezogen hat“. Nachdem Vizekanzler und FP-Klubobmann die politische Bühne verlassen haben, hätte man die bisher gute Zusammenarbeit in der Regierung fortsetzen können. „Das erscheint mir zu steil.“

Michael Sommer ist Stadtparteiobmann in Hollabrunn. „Eine Sauerei“, sagt er zu den belastenden Ibiza-Videos, in denen sein ehemaliger Parteichef zu sehen ist. Was mit dem Satz „Jetzt erst recht!“ gemeint ist, den viele FPÖ-Mitglieder auf Social Media posten, erklärt der 23-Jährige: „Wir wollen damit die perfide Machtgeilheit der ÖVP aufzeigen.“ Denn eigentlich sei ausgemacht gewesen, dass die Koalition weiter besteht, wenn Strache und Gudenus gehen.

Doch im Laufe des Samstags forderte die ÖVP nicht nur den Kopf von Innenminister Herbert Kickl, sondern auch sein ganzes Ministerium. „Wir lassen uns den erfolgreichsten Innenminister aller Zeiten nicht rausschießen.“ Die Freiheitlichen wollen jedenfalls unter Norbert Hofer geeint in den Wahlkampf gehen und den Reformierungskurs fortsetzen.

Umfrage beendet

  • Neuwahlen im September: Welche Partei ist für euch derzeit am vertrauenswürdigsten?