Schmiererei am Bahnhof: Geldbuße für Übeltäter. Ein 24-Jähriger musste sich wegen Sachbeschädigung vor Richter Erhard Neubauer verantworten. "Weil ich ab und zu ein Idiot bin", begründete der Angeklagte beide Taten.

Von Sandra Frank. Erstellt am 07. März 2019 (13:02)
NÖN-Archiv
Mit diesem Schriftzug "verzierte" ein 24-Jährige die Unterführung am Hollabrunner Bahnhof. Jetzt stand er dafür vor Gericht.

„Ja, ich hab das alles begangen“, zeigte sich ein 24-Jähriger geständig. Er hatte im Juni einen Pkw beschädigt, indem er mit dem Fuß gegen die Tür und den Seitenspiegel getreten hatte. Außerdem sprühte er im November des Vorjahres „all you need is weed“ auf eine Wand der Bahnhofsunterführung und verunstaltete weitere Wände. Den Schaden am Pkw – etwa 1.000 Euro – hat der junge Mann aus der Gemeinde Hollabrunn bereits wiedergutgemacht. Die 1.800 Euro für die Sachbeschädigung am Hollabrunner Bahnhof sind noch offen.

Sachbeschädigungen unter Alkoholeinfluss

„Weil ich ab und zu ein Idiot bin“, antwortete der Angeklagte, als Richter Erhard Neubauer wissen wollte, weshalb er ständig Sachen beschädigt. Außerdem sei er an beiden Tage alkoholisiert gewesen.

Als er das Auto beschädigte, wurde er beobachtet, ein Zeuge stellte ihn zur Rede. „Da hat er mich angegriffen und mein Leiberl zerrissen.“ Der Zeuge wollte sich aber nicht auf eine Schlägerei einlassen, seine Freundin habe die Polizei gerufen. „Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich daran gar nicht mehr erinnern. Es tut mir extrem leid“, entschuldigte sich der 24-Jährige. 

Angeklagter zeigt Reue: "Es tut mir leid"

Reumütig zeigte er sich auch gegenüber der gleichaltrigen Autobesitzerin. „Ich wollt‘ noch einmal sagen, dass es mir leidtut.“ Da sie aus Wien für den Gerichtstermin anreisen musste, kann sie die die Fahrtkosten vom Gericht ersetzt bekommen. Da die Zeugin die Ladung aber nicht dabei hatte, „wird‘s kompliziert“, meinte Neubauer. „Dann zahl‘ ich ihr die 20 Euro!“, sprang der Angeklagte ein.  

Der Richter sprach den jungen Mann schuldig und brummte ihm eine Geldstrafe von 2.000 Euro auf. Dieser nahm das Urteil sofort an. „Ich bin absolut nicht zu Unrecht verurteilt worden …“