"In Wullersdorf ist immer etwas los". Der Hauptplatz bot den Besuchern allerlei Attraktionen.

Von Sandra Frank. Erstellt am 11. September 2019 (12:53)

„In Wullersdorf ist immer etwas los“, sagte Bürgermeister Richard Hogl am Sonntagvormittag mit Blick auf den Wullersdorfer Hauptplatz. Der war bei strahlendem Sonnenschein vollgefüllt mit Gästen, die sich das Marktplatzfest samt Blaulichttag nicht entgehen lassen wollten. „Danke an Annemarie, die diesen Tag auf die Beine gestellt hat“, lobte Hogl seine Vizebürgermeisterin Maurer, die die Initialzündung gegeben hatte.

„Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn’s uns nicht so geht, wie es sein sollte“, stellte der Landtagsabgeordnete die einzelnen Blaulichtorganisationen vor.

Diensthunde und Alko-Test im Einsatz

Die Polizei war mit vier Mann, drei Fahrzeugen und zwei Diensthunden am Hauptplatz vertreten. Besonders gut kam das Motorrad von Guntersdorfs Postenkommandant Hannes van Dyck an, der auch gleich zum Alko-Test lud. Bürgermeister Hogl hatte hier ein Ergebnis, das ihn bei einer Wahl wohl nicht glücklich machen würde: 0,00 Promille. Andere Tester kratzten da schon an der Drei-Promille-Marke. 

Bei Maria Goldinger und dem Rotkreuz-Team gab’s Informationen rund um die Gesundheit; der Rettungswagen wurde inspiziert, Erste-Hilfe-Kenntnisse rund um Reanimation wurden aufgefrischt und praktisch erprobt. Vertreter des Zivilschutzverbandes erklärten, warum es wichtig ist, Vorräte einzulagern, und welche Lebensmittel sich am besten dafür eignen.

Feuerwehr rettete ihren Kommandanten aus Pkw

Die Feuerwehr war ebenfalls vertreten. Die Kinder übten sich im Zielspritzen, bevor es zu einer Einsatzübung am Hauptplatz kam. Ausgerechnet FF-Kommandant Kurt Ernst war mit seinem Fahrzeug verunglückt und konnte sich nicht mehr aus dem Wagen befreien. Bürgermeister Hogl setzte den Notruf ab.

Die Wullersdorfer Feuerwehr war rasch zur Stelle, löschte den beginnenden Brand, zerschnitt das Auto mit großem Werkzeug und holte ihren Kommandanten sicher aus dem Unfallfahrzeug. Stefan Vietze begleitete die Zuschauer Schritt für Schritt am Mikrofon durch die Übung.

Ein Marsch für das Geburtstagskind des Tages

Für die Kulinarik war der Sportverein zuständig und der Bürgermeister entdeckte bei seinem Rundgang das inoffizielle „Schalladorfer Eck“: Dort fand sich ein Stand von Familie Rohrer, die Wein, Frizzante und bei Bedarf auch ein Schnapserl ausschenkte. Daneben konnten die Besucher die Biere aus der Brauküche 35 verkosten. 

Ein besonderes Schmankerl tischte der Schalladorfer Traktorverein auf: knusprige Langos, „zubereitet von einem Geburtstagskind“, schmunzelte Johann Zöch. Er feierte nämlich an diesem Tag seinen „letzten Fünfer vorne“. Da ließ sich die Jugendmusik Wullersdorf nicht lumpen und spielte ihm den „Bozner Bergsteigermarsch“.