Breitenwaida

Erstellt am 11. Mai 2018, 09:54

von Sandra Frank

Fast Hochwasser durch Gewitter: „Es war haarscharf“. „Nur zehn Zentimeter mehr und wir wären wieder geschwommen! Es war haarscharf“, beobachtete ein Breitenwaidinger den Pucherbach während des Gewitters am Donnerstagabend. „Alle haben Angst, dass etwas passiert.“

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Drei Jahre ist das Hochwasser her, bei dem Breitenwaida massiv überflutet wurde. Seitdem sei nichts geschehen. Das kritisierte, wie berichtet, die SPÖ. Die ÖVP beschwichtigte, der Pucherbach sei auf ein 100-jährliches Hochwasser ausgelegt. „Das war doch nur ein kleines Gewitter und kein Jahrhundertgewitter!“, will auch der Anrainer, dass endlich etwas in Sachen Hochwasserschutz getan wird.  

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Alexander Eckhardt, Klubsprecher der SPÖ, weiß, dass die Betroffenen sauer sind. Er fordert eine Informationsveranstaltung für die Ortsbewohner, bei der Klartext gesprochen wird, welche Maßnahmen für Breitenwaida angedacht sind.

„Die Lage ist angespannt“, gibt Breitenwaidas Ortsvorsteher Thomas Saliger-Seidl zu. „Wir hatten Glück im Unglück.“

Weniger Glück hatte der Oberort von Kleedorf. „Bei uns hat es innerhalb von 15 Minuten 40 Millimeter geregnet“, sagt Ortsvorsteher Franz Brandl. Häuser seien seines Wissens nach verschont geblieben, Wasser und Schlamm drangen „nur“ in einige Garagen ein, Straßen waren ebenfalls verschlammt.

„Wir brauchen Sofortmaßnahmen“, weiß Brandl, dass sich seine Ortsbewohner vor weiteren Regengüssen fürchten. Brandl ist seit drei Jahren Ortsvorsteher und fühlt sich von der Stadtgemeinde vernachlässigt. „Als Ortsvorsteher kannst du nicht viel machen, nur deine Wünsche bekanntgeben. Und die werden dann offenbar zurückgereiht …“