Der "Karlwirt" in Alberndorf feierte den 50er

Viele Gasthäuser sperren zu, weil die Wirte keinen Nachfolger finden oder weil sie einen Umbau, den neue Auflagen in der Gastronomie erforderlich machen würden, nicht mehr finanzieren können oder möchten. Beim Alberndorfer „Karlwirt“ kann Seniorchef Karl Weinwurm allerdings beruhigt in die Zukunft blicken.

Romana Schuler Erstellt am 14. September 2021 | 14:18

Seine beiden Töchter Alexandra und Claudia haben den Betrieb 2008 übernommen,  inzwischen helfen auch die Enkeltöchter Lena und Elisa tatkräftig mit.

Karl Weinwurm hat den Betrieb 1971 von seiner Tante erworben. Damals gab es in Alberndorf im Pulkautal drei Dorfgasthäuser. Heute empfängt nur noch der „Karlwirt“ Gäste, die vor allem im Sommer den Gastgarten stürmen. 

Der Kastaniengarten ist legendär – 120 Jahre alt sind die Kastanienbäume – und zählt zu den schönsten Gastgärten in der Region. „Damals, als ich begonnen habe, war es nicht üblich, dass die Damen allein ins Gasthaus gingen, aber als wir dann angefangen haben zu modernisieren, kamen vermehrt ganze Familien zu uns“, erinnert sich Weinwurm, dem es ein Herzensanliegen war, das 50-Jahr-Jubiläum als Karlwirt zu feiern. „Wir haben viele Stammgäste, daher haben wir keine persönlichen Einladungen verschickt. Jeder, der kommen will, ist willkommen.“

Prominente Gratulantenschar stellte sich ein

Mit einer speziellen Beleuchtung wurde der historische Kastaniengarten mit den mächtigen Bäumen in ein besonders schönes Licht gerückt. Beim zweitägigen Fest konnten dann viele Gäste begrüßt werden. Unter den Gratulanten waren neben Bürgermeister Christian Hartmann und seinem Vize Manfred Baumgartner auch Landtagsabgeordneter Richard Hogl, die ehemalige Nationalratsabgeordnete und Volksanwältin Rosemarie Bauer sowie „Polt-Autor“ Alfred Komarek. Mit Franz Dastl und Julius Gelles war die Wirtschaftskammer Hollabrunn vertreten, die dem Jubilar eine Urkunde überreichten.

Was wünscht sich der Wirt Karl Weinwurm für die Gastronomie im Pulkautal? „Ich würde mir wünschen, dass sich die Infrastruktur für unseren Tourismus noch mehr verbessert. Es sollte deutlich mehr Zimmer geben. Wir leben in einer so schönen Gegend, aber wenn die Gäste keine Übernachtungsmöglichkeit haben, dann bleiben sie nicht hier.“

Auf seinem Fest sind die Gäste lange geblieben und haben ausgiebig mit ihrem „Karlwirt“ und seiner Familie gefeiert.