Die Inzidenz sank im Bezirk Hollabrunn auf null. Die Anzahl der geimpften Personen steigt, in den Teststraßen sind die Zahlen rückläufig. Der Wochenenddienst der Bezirkshauptmannschaft bleibt, um rasch auf neue Infektionen reagieren zu können.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 22. Juni 2021 (08:43)
BH-Chef Andreas Strobl bestätigt im NÖN-Gespräch drei Fälle der Delta-Variante.
Usercontent, Hans Gschwindl

Vergangene Woche vermeldete das Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) noch, dass drei neu bekannt gewordenen Fälle der Delta-Variante des Coronavirus dem Bezirk Hollabrunn zugeordnet werden. Nichtsdestotrotz wies das Dashboard der Gesundheitsagentur AGES am Dienstag den Bezirk Hollabrunn mit einer 7-Tages-Inzidenz von 0,0 aus. Das heißt: Binnen der letzten sieben Tage gab es im Bezirk keinen neuen Coronafall mehr zu verzeichnen.

Drei Bezirke mit Inzidenz von 0,0

Hollabrunn, Waidhofen/Thaya und Scheibbs waren zu Beginn der Woche die drei Nullnummern in Niederösterreich. Das steht auch nicht im Widerspruch zu den registrierten Delta-Varianten, da deren Nachweis in der Regel erst mit Verzögerung erfolgt. BH-Chef Andreas Strobl bestätigte die Fälle im NÖN-Gespräch; einen schweren Verlauf hätte es bei den Betroffenen aber zum Glück nicht gegeben. Weitere Delta-Neuinfektionen wurden am vergangenen Donnerstag der Landeshauptstadt St. Pölten sowie den Bezirken Bruck/Leitha, Tulln und Horn zugeordnet.

Bei fünf der Infizierten handelte es sich nach Angaben eines Sprechers um Reiserückkehrer aus Russland, Spanien und Serbien. Die übrigen drei Personen hatten sich zuvor nicht im Ausland aufgehalten.

Die Gesamtzahl der Delta-Fälle kletterte damit im Bundesland auf 19. Das Durchschnittsalter der positiv Getesteten beträgt rund 30 Jahre.

26 Prozent der Hollabrunner sind vollimmunisiert

In der Bezirkshauptmannschaft seien indes immer noch regelmäßig Kontaktpersonen von Fällen in anderen Bezirken zu bearbeiten, schildert Strobl. Ein großer Schwerpunkt der Arbeit liege überdies in Zusammenkunftsanzeigen, Bewilligungen sowie in der Ausstellung der Handy-Signatur. Bewältigt wird das mit dem Personal, das vor wenigen Wochen noch ausschließlich fürs Contact-Tracing eingesetzt war.

Wochenenddienste werden in gewohnter Weise versehen, um rund um die Uhr rasch auf mögliche Infektionen reagieren zu können.

Indes wird im Bezirk fleißig geimpft: Mit Stand 17. Juni waren bereits 26,1 Prozent der Bevölkerung, das sind 13.302 Personen, vollimmunisiert. Einmal geimpft waren zu diesem Zeitpunkt exakt 29.783 Menschen (58,4 Prozent der Bevölkerung).

Gleichzeitig ist die Zahl jener, die sich in den Teststraßen auf das Virus testen lässt, klar rückläufig: Rund ein Drittel weniger Menschen werden dort verzeichnet.