SP-Kritik an Baulandpreis in Breitenwaida. Der Quadratmeterpreis sei einfach angehoben worden, so die SPÖ.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 17. Juli 2019 (03:25)
zVg
„Wer soll sich das leisten können“, fragt Alexander Eckhardt, SPÖ (links.)
„Die 100 Euro sind nicht neu“, sagt Günter Schnötzinger, ÖVP (rechts).
 

Kommenden Herbst sollen rund 60 neu gewidmete Bauplätze in der Katastralgemeinde Breitenwaida, oberhalb der Wienerstraße, in den Verkauf gehen. Die SPÖ habe nun erfahren, dass diese teurer sind, als gedacht.

Seitens der ÖVP seien 85 Euro pro Quadratmeter an die Fraktionen kommuniziert worden, sagt SPÖ-Fraktionssprecher Alexander Eckhardt. Den Interessierten sei nun jedoch mitgeteilt worden, dass der Verkaufspreise bei rund 100 Euro liegt. Bei einer durchschnittlichen Bauplatzgröße von 700 Quadratmetern wären das Mehrkosten von über 10.000 Euro pro Bauplatz.

Welche Jungfamilie soll sich das noch leisten können?“, fragt Eckhardt und kritisiert: „Hier wird Budgetsanierung auf Kosten der jungen Häuslbauer durchgeführt.“ Er fordere VP-Bürgermeister Alfred Babinsky auf, hier Klartext zu sprechen und durchzugreifen. „Will er mit dieser Siedlung halbwegs leistbaren Wohnraum für die junge heimische Bevölkerung schaffen oder Geld verdienen?“, möchte Eckhardt wissen.

Die Interessentenliste für die Bauplätze sei übrigens bereits gut gefüllt.

Bürgermeister bezieht keine Stellung

Der SPÖ-Mandatar meint außerdem, dass damit die Spekulation mit anderen bestehenden Bauplätzen, für die es keinen Bauzwang gibt, weiter gestärkt wird und eine nachhaltige Entwicklung und Verdichtung in Breitenwaida verhindert wird. „Alle anderen Grundpreise werden automatisch um 15 bis 20 Prozent teurer“, sagt Eckhardt.

Auf NÖN-Nachfrage wollte sich Babinsky zunächst nicht dazu äußern. Eckhardt könne mit dem Anliegen an ihn herantreten. „Wir werden uns das dann gerne anschauen.“

„Immer dann, wenn ich gefragt worden bin, habe ich diesen Preis genannt“, betont indes VP-Liegenschaftsstadtrat Günter Schnötzinger, dass die 100 Euro keineswegs neu wären. Im Ausschuss gäbe es dazu „durchaus Zuspruch von allen Fraktionen“.

Es gehe nicht darum, Preise zu treiben, aber seit dem ersten Ankauf im Jahr 2012 habe es eben eine Preisentwicklung gegeben. Für den weiteren Verkauf der neu aufgeschlossenen Baugrundstücke in Breitenwaida werde sein Vorschlag jedenfalls weiter bei 100 Euro je Quadratmeter liegen, so Schnötzinger.