Hollabrunn

Erstellt am 18. Juni 2018, 10:46

von NÖN Redaktion

Essen, das für Gewinner sorgt. Mit „Unser Essen: Gut zu wissen, wo’s herkommt“ setzt auch die Bezirksbauernkammer Hollabrunn ein Zeichen für mehr Transparenz auf den Speiseplänen. Gemeinsam mit der Großküche im Landesklinikum Hollabrunn wurden anlässlich der „Woche der Landwirtschaft“ die Vorteile regionaler Herkunft von Lebensmitteln aufgezeigt, wurden Herausforderungen beim Einkauf thematisiert.

Küchenchef Michael Kührer, Bauernkammerchef Fritz Schechtner, kaufmännischer Direktor Andreas Mikl, Seminarbäuerin Elisabeth Lust-Sauberer und Landtagsabgeordneter Richard Hogl (v.l.) setzen sich dafür ein, dass Konsument auch in Großküchen erfahren sollen, wo ihr Essen herkommt.  |  NÖN.at, Sandra Frank

Täglich werden mehr als 50 Prozent aller Mahlzeiten in öffentlichen und privaten Gemeinschaftseinrichtungen sowie in der Gastronomie eingenommen. Sehr oft wissen die Kunden aber nicht, woher ihr Essen am Teller stammt. Mit der aktuellen Initiative können Kantinenbetreiber, Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten oder Uni-Mensen ein Zeichen für heimische Lebensmittel und deren Produzenten setzen. „Gut zu wissen“ macht die Herkunft von Fleisch und Eiern klar ersichtlich. Die Auslobung kann auf Anschlagtafeln genauso erfolgen wie am Speiseplan.

„Mit der transparenten Kennzeichnungen gewinnen alle Beteiligten“, betont Bauernkammerobmann Friedrich Schechtner; die Großküche, weil sie sich klar positionieren kann; der Konsument, weil er weiß, dass heimische Lebensmittel den höchsten und kritisch geprüften Standards unterliegen; die Region, weil die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln steigt. So steige die Wertschöpfung und Identitätsstiftung. Die Schaffung von Arbeitsplätzen werde angekurbelt, die Umwelt durch kürzere Transportwege geschont. Zudem sei der Bezug von qualitäts- und herkunftsgesicherten Produkten die stärkste Form von Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte.

Andreas Mikl, kaufmännischer Direktor des Klinikums Hollabrunn, betont, dass die Zubereitung gesunder und ausgewogener Kost aus der Region die oberste Grundvoraussetzung sei. „Dieser Herausforderung stellen wir uns täglich und wir versuchen dabei, die uns zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen einzuhalten.“

Michael Kührer ist Küchenchef im Krankenhaus. Auch ihm liege die Regionalität der verwendeten Lebensmittel sehr am Herzen. „Sowohl beruflich als auch privat bin ich mit der Region stark verwurzelt. Ich achte besonders darauf, den Speisplan so zu gestalten, dass möglichst regionale und saisonale Lebensmittel verwendet werden.“

Ab sofort können auch private Großküchen die Initiative „Gut zu wissen“ verschreiben und vom Imagegewinn bei ihren Kunden zu profitieren.