Maissau

Erstellt am 04. Januar 2018, 09:04

von Günter Rapp

Amethyst Welt-Insolvenz: Gemeinde sichert Liquidität. Der Betrieb in der Amethyst Welt Maissau ist trotz Insolvenz bis auf Weiteres gesichert.

Martin Sommer

"Wir stehen uneingeschränkt hinter der MAG (Maissauer Amethyst Gesellschaft) als Leitbetrieb der Region", sagt Maissaus  Bürgermeister Josef Klepp. Die Stadtgemeinde Maissau ist mit immerhin 62 Prozent HauptgesellschafteIm Vorfeld der jetzigen Ereignisse habe es viele Gespräche gegeben und die MAG sei bisher ohne Zuschüsse ausgekommen.

Die Stadtgemeinde möchte unbedingt eine Fortführung des Betriebes erreichen. Die Dauer des Sanierungsverfahrens wurde mit 90 Tagen bis Ende März angesetzt. Ein reibungsloser Geschäftsbetrieb soll gewährleistet, sämtliche Arbeitsplätze sollen erhalten werden.

Wie aus Insiderkreisen zu erfahren ist, hat es in den letzten Wochen auch andere Sanierungskonzepte gegeben. Eines hätte eine Umwandlung der Stillen Gesellschafter in Gesellschafter vorgesehen, wobei eine Verdoppelung der jeweiligen Gesellschaftsanteile vorgesehen gewesen wäre. "Das hätte eine ausreichende Stärkung des Eigenkapitals gebracht", so ein "Stiller" zur NÖN. Durchgesetzt haben sich letztlich allerdings die Insolvenz-Betreiber.

Gleichzeitig mit dem Sanierungsverfahren werde es aber notwendig sein, laufend Restrukturierungsmaßnahmen zu erarbeiten und vor allem auch umzusetzen, so Klepp: "Künftig werden die Gesellschafter verstärkt die Kontrolle der Umsetzung dieser Maßnahmen durch die Geschäftsführung wahrzunehmen haben." Laut dem Bürgermeister ist nicht an Veränderungen in der Geschäftsführung gedacht.

Erste Schritte für die Restrukturierung sind im Maissauer Gemeinderat bereits beschlossen worden - durch einen Zuschuss zur Aufrechterhaltung der Liquidität im Sanierungszeitraum. "Das soll aber nur eine Zwischenfinanzierung sein", betont Josef Klepp. Für die Besucher der Amethyst Welt soll sich nichts ändern und "nach 90 Tagen alles vom Tisch" sein.