"Frauen für Frauen": Neues Angebot für Migrantinnen

Erstellt am 28. Juni 2021 | 06:12
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Ansprechpartnerin fürs Migrantinnen-Projekt und den Dolmetscherinnen-Pool: Sozialarbeiterin Elisabeth Waldherr.
Foto: Usercontent, Frauen für Frauen
Das Frauenberatungs- und Bildungszentrum „Frauen für Frauen“ mit seinen Standorten in Hollabrunn, Mistelbach und Stockerau hat sein Beratungs- und Betreuungsangebot gezielt für Migrantinnen erweitert. „Der Austausch und die Stärkung eines sozialen Zusammenhalts im Weinviertel ist uns ein wichtiges Anliegen“, sagt Geschäftsführerin Manuela Kräuter.

Durch die Unterstützung der Integrationsförderung NÖ hat das Pilotprojekt „Integration von Frauen mit Migrationshintergrund im Weinviertel“ nun Form angenommen. Der Wunsch der Beraterinnen und Trainerinnen, das Beratungsangebot auszuweiten, wird erfüllt. 

Frauen und Mädchen ab dem 14. Lebensjahr mit Migrationshintergrund haben nun die Möglichkeit, am Standort Hollabrunn jeden ersten und dritten Montag im Monat jeweils von 9 bis 12 Uhr auch ohne Terminvereinbarung eine psychosoziale Beratung in Anspruch zu nehmen; in Stockerau ist es jeder erste und dritte Freitag im Monat; in Mistelbach jeder zweite und vierte Freitag im Monat.

Neben den Kernthemen des Vereins - Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, Frauengesundheit und der Beratung bei Gewalt und Beziehungskonflikten - wird nun auch in Fragen zu Asyl, Aufenthalt und Niederlassung juristische Auskunft gegeben. Zudem können die Frauen bei Bedarf zu Ämtern und Behörden begleitet werden.

Nach dem Motto „Ich kenne meinen Wert“ steht es den Frauen offen, nicht nur durch die Unterstützung einer Beraterin, sondern auch mit Hilfe einer Laiendolmetscherin die Sprachbarrieren zu überwinden und neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Frauentreffs und Sprachcafé: Premiere am 28.6.

Die durch die Förderung des ÖIF und des Netzwerkes Österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen eingeschulten Laiendolmetscherinnen können derzeit in den Sprachen Bosnisch-Serbisch-Kroatisch, Farsi/Dari, Arabisch und Türkisch beigezogen werden. Da sich diese aber nicht nur als Übersetzerinnen, sondern auch als Kulturvermittlerinnen verstehen, sei neben der Beratung ein interkultureller Austausch gewährleistet. Denn, so Kräuter: „Integration ist keine Einbahnstraße.“

So finden in regelmäßigen Abständen auch Frauentreffs bzw. Sprachcafés statt, wo sich Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in gemütlicher Runde austauschen und voneinander lernen. Der erste Frauentreff in Hollabrunn findet am 28. Juni statt, in Mistelbach am 9. Juli und in Stockerau am 16. Juli – jeweils von 10 bis 13 Uhr an den Standorten des Vereins.

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