Nicht alle mögen Hollabrunner Marketing GmbH. Lausch (FPÖ) und Scharinger (Liste) stellten Existenzberechtigung der Hollabrunner Marketing GmbH infrage. VP-Finanzstadtrat verweist auf positive Entwicklung.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 14. April 2019 (05:55)
VPNÖ
Hält die HoMaG auf lange Sicht für einen wichtigen Partner: Finanzstadtrat Kornelius Schneider.

„Unterm Strich kommt da nix raus“, kritisierte FPÖ-Gemeinderat Christian Lausch im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung die gestiegenen Kosten in der Hollabrunn Marketing GmbH (HoMaG). Damit rannte er bei Bürgerliste-Stadtrat Wolfgang Scharinger offene Türen ein, der seinen Unterlagen entnahm, dass die HoMaG konkursgefährdet sei. „Wer haftet? Wir? Sofort raus aus dem Verein!“

Es handle sich um keine betriebswirtschaftliche Überschuldung der Gesellschaft, deren Gründung im Dezember 2015 einstimmig beschossen worden war, um das Stadt-, Tourismus- und Standortmarketing voranzutreiben, erläuterte VP-Finanzstadtrat Kornelius Schneider später im NÖN-Gespräch. Schließlich gebe es auch den Beschluss, die HoMaG bis 2022 mit den erforderlichen Geldmitteln auszustatten.

Die Stadtgemeinde, die 74,9 Prozent hält, und der Verein „Wir in Hollabrunn“ sorgen als Gesellschafter dafür, dass das Jahresbudget gedeckt ist. Klar, dass hier niemand Insolvenz anmelden wird. Und was die Umsätze betrifft, zeige die Tendenz seit dem ersten vollen Betriebsjahr 2017 stetig nach oben, unterstreicht Schneider; 96.000 Euro waren es 2018 bei einem budgetierten Aufwand von 230.000 Euro.

Die von Lausch bekrittelten gestiegenen Personalkosten seien mit dem Public Viewing am Hauptplatz und der Bildungsmesse zu begründen, erklärt der Finanzstadtrat, der die HoMaG auch auf längere Sicht für wertvoll hält: „Man darf nicht übersehen, dass sie eine verlängerte Werkbank der Stadtgemeinde und ein wichtiger Partner beim Hollabrunner Entwicklungskonzept 2040 ist.“