Hollabrunner FPÖ will 2020 die 20 knacken. Die Bezirks-FPÖ lud zur Pressekonferenz, um die Spitzenkandidaten von 13 der 14 Gemeinden vorzustellen, in denen die Blauen bei den Gemeinderatswahlen 2020 kandidieren werden. Das Team der Stadt Hollabrunn wird nächste Woche präsentiert.

Von Sandra Frank. Erstellt am 07. Dezember 2019 (15:49)
Bezirkssekretär Michael Sommer (l.) und Bezirksparteiobmann Christian Lausch (r.) mit einigen Spitzenkandidaten aus dem Bezirk (v.l.): Alvin Jones (Haugsdorf), Ernst Suttner (Göllersdorf), Irene Jahodinsky (Ziersdorf) und Matthias Mahler (Hadres).
Sandra Frank

Bei den Gemeinderatswahlen 2015 konnten die Bürger in neun der 24 Gemeinden im Bezirk Kandidaten der FPÖ wählen. 2020 wird das in 14 Gemeinde möglich sein. „Wir wollen dann 20 Gemeinderäte im Bezirk stellen. Das ist ein machbares Ziel“, erklärte Bezirksparteiobmann Christian Lausch in einer Pressekonferenz am Freitag. In Zellerndorf, Wullersdorf, Guntersdorf, Göllersdorf und Hollabrunn sind die Blauen bereits im Gemeinderat vertreten, in Alberndorf stellen sie mit Manfred Baumgartner sogar den Vizebürgermeister.  

FPÖ präsentierte Spitzenkandidaten des Bezirks

Wer sind die neuen Gemeinden? Matthias Mahler wird in Hadres für die FPÖ ins Rennen gehen. Martin Suppan heißt der Spitzenkandidat in Hardegg. Alvin C. Jones wird Polit-Urgestein Erich Mokesch in Haugsdorf ablösen. Die Brüder Sebastian (Pulkau) und Manuel (Retzbach) Hutter werden in ihren Gemeinden die FPÖ im Wahlkampf anführen. 

Als „volle Frauenpower“ bezeichnet Lausch die Liste, die in Retz antreten wird. Nur ein Mann befindet sich unter den vier Kandidaten. Angeführt wird die FPÖ-Riege von Elisabeth Holly. In der Weinstadt verpassten die Blauen bei den vergangenen Gemeinderatswahlen den Einzug in den Gemeinderat nur um wenige Stimmen. In Seefeld-Kadolz konnten die Freiheitlichen sogar einen amtierenden Gemeinderat der SPÖ für sich gewinnen: Josef Gastner ist blauer Spitzenkandidat. Irene Jahodinsky ist die Frontfrau der Ziersdorfer Freiheitlichen.

Freiheitliche Kandidatur in Nappersdorf-Kammersdorf?

„Die Kandidatur in einer 15. Gemeinde ist noch in Schwebe“, berichtete Lausch, dass es einen Interessierten in Nappersdorf-Kammersdorf gebe, der seine Kandidatur aber erst mit seiner Familie absprechen müsse. Zeit dafür hat er bis 18. Dezember, da müssen alle Liste abgegeben sein.

Bis dahin wird auch klar sein, wer die Hollabrunner Freiheitlichen bei den Gemeinderatswahlen anführen wird. Das wird nämlich erst am 13. Dezember bekannt gegeben. 

In den restlichen Gemeinden stehen die Listenersten bereits fest: Manfred Baumgartner für Alberndorf, Ernst Suttner für Göllersdorf, Josef Weiß für Guntersdorf, Ignaz Schnötzinger für Wullersdorf und Rudolf Schneider für Zellerndorf. „In Wullersdorf wird es noch eine Überraschung geben“, verspricht Lausch.

FPÖ-Kandidaten sehen sich als Ombudsmänner in Gemeinden 

Bei allen Kandidaten handle es sich um „Personen, die im Leben stehen und die schon vor dem Wahlkampf in den Gemeinden bekannt sind“, betont Lausch. Die Freiheitlichen wollen als Ombudsmann für den Bürger auftreten.

Bezirksparteisekretär Michael Sommer sieht bei den Mandaten – derzeit sind es im Bezirk 13 – „Potenzial auf Steigerung“. Zum Beispiel in Göllersdorf, hier hoffen die Blauen auf einen dritten Sitz im Gemeinderat. Diesen haben sie 2015 nur um 35 Stimmen verpasst. Dass der Abwärtstrend der Bundespolitik für die Freiheitlichen bei den Gemeinderatswahlen zum Problem werden könnte, glaubt Lausch nicht: „Bei der Gemeinderatswahl steht die Person im Vordergrund, nicht die Partei.“

Satte ÖVP-Mehrheiten sollen gebrochen werden

Matthias Mahler ist einer der Neuen im Reigen der Spitzenkandidaten. Warum er in den Wahlkampf zieht? Weil oft etwas angefangen, aber dann nicht weiter verfolgt werde. Da will der Tatortreiniger Druck machen. Ein konkretes Beispiel seien in Hadres etwa die Kinderspielplätze. „Die werden gemacht, aber dann wird nie mehr darauf geschaut.“

Gerade im Bezirk gebe es „relativ satte ÖVP-Mehrheiten“, sagt Lausch. Diese hofft er, mit den FPÖ-Teams in den Gemeinden aufbrechen zu können. Besonders optimistisch zeigt sich hier Newcomer Alvin Jones. Auf die Frage, ob die Absolute in Haugsdorf gebrochen werden kann, kommt ein klares Ja.

Warum Jahodinsky in den Ziersdorfer Gemeinderat einziehen möchte? „Mittellose werden in Ziersdorf nicht gehört.“ Ihnen will sie eine Stimme geben.

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