Göllersdorf

Erstellt am 03. Februar 2019, 07:09

von Christiane Fürst

Medizinisches Geschwister-Duo: „Harmonieren sehr gut“. Josef und Maria Fehrmann sind in die Fußstapfen des praktischen Arztes Karl Lechner getreten.

Medizinische Harmonie: Josef Fehrmann und seine Schwester Maria sind die neuen Ärzte in Göllersdorf. Die Mediziner sind noch in der Göllersdorfer Neugasse zu finden und wollen in den nächsten Jahren ein neues Praxisgebäude errichten.  |  Fürst

Ein Geschwisterpaar übernahm die Praxis von Karl Lechner in Göllersdorf, der sich mit Ende 2018, wie berichtet, in den Ruhestand verabschiedete. Die beiden sind Josef Fehrmann, der bereits seit einigen Jahren gemeinsam mit Lechner in der Praxis arbeitete, und seine jüngere Schwester Maria Fehrmann, die auch in einer Wiener Sportklinik praktiziert.

Dass die beiden miteinander aufgewachsen sind, hat im Berufsalltag Vorteile: „Man sagt sich direkt, was einem stört, und schluckt es nicht runter“, erzählt die Ärztin im NÖN-Gespräch. Eine Konkurrenzsituation unter den Geschwistern gebe es nicht, wie Josef Fehrmann berichtet: „Es ist einfacher, mit der eigenen Schwester zu arbeiten. Wir harmonieren sehr gut.“

Lechner schuf fließenden Übergang

Die Entscheidung für eine Gruppenpraxis in der Neugasse sei wegen der guten Erfahrungen während der Kooperation mit Karl Lechner gefallen. Es vereinfache die Vertretungsdienste bei Krankheit oder Urlaub, ohne den Praxisbetrieb zu stören. Lob für Fehrmanns Vorgänger gibt es, weil er den Patienten ermöglichte, sich an den neuen Arzt zu gewöhnen, und so einen fließenden Übergang schuf.

Ein Übergang, bei dem Josef Fehrmann die Göllersdorfer kennenlernen konnte. „Maria und ich kommen selbst aus einem kleinen Dorf und wir fühlen uns hier sehr wohl.“ Das Geschwisterpaar beschreibt die Göllersdorfer Patienten als „total nett und zuvorkommend“. Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Josef Reinwein und dem Gemeinderat gefällt den Medizinern sehr gut.

Obwohl Maria Fehrmann erst seit Dezember in Göllersdorf praktiziert, sei sie bereits gut angenommen worden, sagt sie. Sie hebt auch die Hausapotheke hervor, die es ihr ermöglicht, sofort mit den Patienten Medikamente zu besprechen. Im Gegensatz zu ihrer Arbeit in Wien könne sie sich hier um bekannte Gesichter kümmern und einschätzen, wie man mit welchen Patienten umgehen soll.

Erweiterung im Bereich Präventivmedizin geplant

Zukünftige Pläne, wie etwa der Neubau einer Arztpraxis in Göllersdorf, werden sich noch etwas verzögern. „Wir beginnen frühestens im Frühjahr 2020 mit dem Bau“, sagt Josef Fehringer. Probleme erwartet er keine, weil die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat bisher reibungslos verlaufen ist.

Mit der neuen Praxis ist auch eine Erweiterung im Bereich Präventivmedizin geplant. „Wenn die Pläne stimmen, können wir ein paar Physiotherapeuten und auch Diätologen miteinbeziehen“, präzisieren die beiden Mediziner ihre Zukunftspläne.

Zusätzlich sollen die Arbeitsabläufe ökonomisch so angepasst werden, dass es zu geringeren Wartezeiten kommt.